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Schlei-Bote

22. August 2017 | 05:42 Uhr

Radsport kann eine Brücke bauen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Von Husum nach Damp: Menschen mit und ohne Behinderung treten für erste Radtour von Küste zu Küste in die Pedalen

Zum ersten Mal startete „Race across Schleswig-Holstein“ von Husum an der Westküste nach Damp an der Ostküste. 82 Kilometer legten die Radsportler in acht Stunden zurück. Eine gut organisierte Tour, inspiriert von einem der härtesten Radrennen der Welt, dem „Race across America“, haben Gerd-Arthur Kalluschke-Peter „Kalle“ (52) und Stefan Landtau (50) mit Team-Chef Peter Becker (50) auf die Beine gestellt. Das Besondere: Sieben Menschen mit Behinderung stellten sich der Herausforderung, die Strecke hinter sich zu lassen. Und sie haben es geschafft.

Gegen 17 Uhr trafen die Radler am Treffpunkt Vogelsang-Grünholz ein. Begleitet wurde der Tross von zwei Fahrzeugen und Helfern. Andrea und Eleonore Schmidt legten die Strecke im Schritt-Tempo als Begleitfahrzeug zurück. Der stellvertretende Bürgermeister Gerd Serke begrüßte die Teilnehmer und radelte, trotz Nieselregen, bis zum Endziel Damp voran. Für machen Radler sei es eine ganz schöne Herausforderung gewesen, berichten die Organisatoren. Stolz und immer noch hochmotiviert strahlen Daniel Tews (17), Markus Soika (43), Mario Frost (22), Anja Jöhnk (20), Katja Grundel (41), Stefan Arndt (19) und Denis Wank (23) in die Runde. Die lobenden Worte belohnten die ausgehaltenen Strapazen. Kalle ist, als amtierender Sportler des Jahres im Radsportverband Schleswig-Holstein, kein Unbekannter und weiß, was es für die Teilnehmer heißt, das Ziel erreicht zu haben: „Wir haben alle zusammen immer wieder trainiert, meist kleinere Strecken, aber auch schon mal 30 Kilometer. Heute haben es alle geschafft, die Kilometerzahl zu verdoppeln.“

Alle sieben Radfahrer sind Mitarbeiter der Werkstätten der Biokompostanlage Kiel-Altenholz. Betreuer Stefan Landtau freut sich für seine Schützlinge: „Radfahren ist schon eine längere Zeit eine Aktivität, die wir sehr fördern. Es bringt Sicherheit im Verkehr, zu den Verkehrsregeln, zum Beispiel nie ohne Helm fahren, stärkt aber auch Kondition und Gleichgewicht und vor allem das Miteinander. Wir machen jeden Mittwoch eine Radtour von einer bis zwei Stunden, das trainiert.“

Gerd Serke betonte in seiner Begrüßung die Wertigkeit des Sportes: „Wir haben diese Aktion gerne unterstützt und hoffen, dass diese Charity-Veranstaltung weiteren Anklang findet.“ Die Gemeinde bedankte sich mit einem gemeinsamen Essen bei den Sportlern.

Das Radlerteam Kalluschke-Peter und Landtau vom RSG Mittelpunkt Nortorf wird sich im kommenden Jahr einen Traum erfüllen, dann geht es in die USA. In neun Tagen wollen sie eine Strecke von rund 4800 Kilometern zurücklegen. Das Projekt „Charity“ wird weiterhin wichtig sein. Landtau: „Es ist einfach toll. Menschen mit und ohne Behinderung erleben gemeinsam Sport, man bekommt so viel zurück.“

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erstellt am 16.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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