zur Navigation springen
Schlei-Bote

17. Oktober 2017 | 14:19 Uhr

Radfahrer haben künftig Vorfahrt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Abschnitt der Feldstraße wird zu Kappelns erster Fahrradstraße / Leitpfosten der Ostseestraße erhalten blaue Wildwarnreflektoren

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Im Frühjahr lag das Thema Fahrradstraße unlängst auf dem Tisch des Umwelt- und Verkehrsausschusses. Vor der Kommunalwahl hatte das Gremium – oder besser dessen damaliger Vorsitzender – laut mit dem Gedanken gespielt, die Ellenberger Straße in eine Fahrradstraße umzuwandeln. Der Vorsitzende blieb ungehört. Ein Dreivierteljahr später soll sie nun doch Wirklichkeit werden, die Fahrradstraße – allerdings an anderer Stelle.

Grundlage ist das Fahrradkonzept, das die Interessengemeinschaft Umweltschutz (IGU) im vergangenen Mai vorgelegt hatte. Einer der darin enthaltenen Vorschläge betrifft die Einrichtung einer Fahrradstraße in der Feldstraße beginnend am Parkplatz unterhalb des Zob bis zur Einmündung in die Arnisser Straße. Damit will die IGU zur Teillösung ihrer als Hauptproblem deklarierten fehlenden Verbindung zwischen Zob und Schleibrücke beitragen.

Manfred Wehking, in der Stadtverwaltung zuständig für die Verkehrsüberwachung, erklärte das Prozedere. Demnach wird, sobald eine Straße oder ein Straßenabschnitt als Fahrradstraße ausgewiesen wird, grundsätzlich anderer Verkehr ausgeschlossen. In den Augen der Verwaltung ist es daher erforderlich, dass eine künftige Fahrradstraße für andere Verkehrsteilnehmer ohnehin von untergeordneter Bedeutung ist. Im aktuellen Fall scheint dies gegeben zu sein, da der betreffende Abschnitt in erster Linie von Anliegern oder als Zufahrt zum Parkplatz genutzt wird. Gleichzeitig wies Wehking darauf hin, dass Autofahrern mittels eines Zusatzzeichens die Durchfahrt weiterhin gewährt werden kann. Allerdings: „Der Radfahrer hat Vorrang“, betonte Wehking. „Und es gilt ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern.“

Die IGU führt in ihrem Konzept zudem deutlich aus, dass die Kreuzung Feldstraße einer besonders auffälligen Beschilderung bedarf. Da die Prinzen- und Süderstraße aber künftig zu Einbahnstraßen und damit nur noch stadteinwärts befahren werden dürfen (dies hatte der Ausschuss bereits zuvor beschlossen, wir berichteten), kalkuliert die Verwaltung ohnehin mit weniger Autoverkehr in diesem Bereich. Dennoch spricht auch sie davon, dem Autofahrer die in einer Fahrradstraße geltende Vorfahrtsregelung „eindringlich zu verdeutlichen“.

Ausschussvorsitzender Michael-Sven Schattka (Bündnis 90/Grüne) begrüßte den Vorschlag und nannte ihn „zumindest vielversprechend“. Gleichwohl müsse sich erst noch erweisen, ob die gewünschte Wirkung tatsächlich erzielt werde. Schattka: „Es ist die Politik der kleinen Schritte.“

Sein Gremium jedenfalls wollte diesen Schritt mit ihm gehen und votierte einstimmig für die Einrichtung einer Fahrradstraße. Die Verwaltung muss nun den erforderlichen Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde des Kreises stellen.

Weiteres in Kürze:

> An den Leitpfosten der Ostseestraße, genauer auf dem Teilstück von der Abzweigung Richtung Brodersby bis Port Olpenitz, sollen blaue Wildwarnreflektoren angebracht werden. Gerda Hartmann (LWG) hatte einen entsprechenden Antrag formuliert. Manfred Wehking führte Untersuchungen an, wonach Wildunfälle dank der Reflektoren um bis zu 70 Prozent zurückgegangen seien. Die erforderlichen Finanzmittel stehen im Haushalt 2013 zur Verfügung.

> Die Ortsein- beziehungsweise -ausgangstafel an der Eckernförder Straße soll bis unmittelbar vor beziehungsweise hinter die Abzweigung zur B 203 versetzt werden. Auf diese Weise will man die Sicherheit der Fußgänger, die die Ampel zirka 20 Meter hinter der Ortsausgangstafel nutzen, erhöhen. Ein entsprechender Antrag wird bei der Straßenverkehrsbehörde des Kreises gestellt.

> Auch die Ortseingangstafel an der B 199, aus Richtung Gelting kommend, wird versetzt. Sie steht derzeit hinter der Abzweigung zum Gewerbegebiet Mehlbydiek und soll künftig vor dem Fahrbahnteiler, der sich unmittelbar vor der Abzweigung befindet, platziert werden. Des Weiteren wird die Beschilderung, die Tempo 60 bis zur Einmündung in die B 203 erlaubt, entfernt. Auch dafür ist ein Antrag bei der Kreisverwaltung erforderlich, den das Polizeirevier Kappeln schriftlich unterstützen will.

> Mit einer Gegenstimme erlaubte der Ausschuss schließlich, dass die ADAC Wikinger Rallye 2014 Ende März auch über den Bereich Roest, Rabenkirchenholz, Toestorf und Rabenkirchen führt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen