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Rabenkirchen wächst - um ein einziges Grundstück

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Ortsteil wird um 0,17 Hektar erweitert, um doch noch privaten Hausbau zu ermöglichen

Rabenkirchen-Faulück | Gut Ding will Weile haben: Der Gemeinde ist von den Behörden gestattet worden, am westlichen Ende der Scheggerotter Straße im Ortsteil Rabenkirchen das Baurecht für ein Privat-Grundstück zu erwirken, das bislang zum Außenbereich gerechnet wurde. Dabei ging es um die Grundsatzfrage, wo die Ortslage mit einer Reihe von Einfamlienhäusern endet und die offene Feldmark - samt Bauverbot - beginnt. Zur eigenen Überraschung hatte die Gemeindevertretung noch im Mai dieses Jahres zur Kenntnis nehmen müssen, dass es nicht einfach ist, einen Ortsteil am Rand der vorhandenen Bebauung planerisch um nur 0,17 Hektar zu erweitern. Zuvor verlangte der Gesetzgeber eine so genannte "Entwicklungssatzung mit integrierter Ergänzungssatzung". Bürgermeister Peter Martin Dreyer legte auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung den Mandatsträgern das Ergebnis dieser Abwägung bei den öffentlichen Trägern vor - und siehe da: Kritische Anmerkungen oder gar Bedenken kamen weder von der Landesplanung noch vom Schleswig-Flensburger Kreisbauamt. Lediglich das Archäologische Landesamt verlangt in dem Genehmigungspapier eine umgehende Meldung, falls sich bei den Erdarbeiten auf der Parzelle "auffällige Erdverfärbungen" zeigen sollten.

Der Antragsteller kann nach Inkrafttreten des Satzungsbeschlusses nun also im ehemaligen Außenbereich - jetzt formal ein Innenbereich - sein Bauvorhaben in die Tat umsetzen. Geplant ist ein zweigeschossiges Haupthaus samt Zufahrt, Terrasse, Carport und Geräteschuppen. Für die Kommunalpolitiker ist es offenbar eine kleine Genugtuung, dass sie nach einem umständlichen Verfahrensgang nun doch Rabenkirchen vergrößern können - wenigstens um eine Hausnummer.

Im weiteren Sitzungsverlauf verlas der Bürgermeister die schriftliche Anfrage eines Faulücker Einwohners. In dem Schreiben wird angeregt, einen fast vergessenen Feldweg abseits der Ortslage wieder für Spaziergänger begehbar zu machen. Grundsätzlich fanden die Gemeindevertreter diese Anregung nicht schlecht, zumal sie auf diese Weise verhindern könnten, dass Leute - unter anderem auch Urlauber - quer über die Felder laufen. Bei Wiedereröffnung des besagten Wiesenweges müsste die Kommune als Eigentümer nicht für eventuelle Unfälle haften, erklärte Dreyer. "Der Pfad hat dann den gleichen Status wie ein öffentlich zugänglicher Waldweg." Der kommunale Bau- und Wegeausschuss wurde beauftragt, sich mit dieser Angelegenheit näher zu beschäftigen und zu prüfen, ob bei dieser Wiedergeburt eines einsamen Weges Kosten entstehen.

Nach den Worten des Bürgermeisters hat es anlässlich der Überprüfung der von der Freiwilligen Feuerwehr Rabenkirchen verwendeten Tragkraftspritze (TS) in Schleswig eine unangenehme Überraschung gegeben: Der Motor geriet erheblich in Stottern. Die Ursache für diesen Defekt liegt nach einer Untersuchung bei der nicht einwandfrei arbeitenden Motorsteuerung. Damit bei einem Brandeinsatz kein Leistungsausfall riskiert wird, muss die Gemeinde nun schnell für eine Reparatur sorgen.

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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