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Schlei-Bote

20. November 2017 | 10:48 Uhr

Rabels Etat weist dickes Minus auf

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bürgermeister Helmuth Meyer nennt die Schul-Diskussion in Hasselberg einen „Zwergenaufstand“

„Wir lassen uns nicht verrückt machen“, waren sich angesichts des voraussichtlichen Fehlbetrags von 65 100 Euro für dieses Jahr Bürgermeister Helmuth Meyer und Finanzausschussvorsitzender Alexander von Schiller mit den übrigen Mitgliedern der Gemeindevertretung einig. Schließlich wüssten sie aus Erfahrung, dass sich zum Jahresende finanziell vieles ganz anderes darstellt als jetzt geplant. Und außerdem: Die Gemeinde ist schuldenfrei.

Der Haushalt 2014 sieht bei Steuerhebesätzen von 280 Prozent für die Grundsteuern A und B sowie 310 für die Gewerbesteuer im Ergebnisplan Erträge von 733 800 und Aufwendungen von 788 900 Euro vor. An Steuern werden für dieses Jahr 330 500 und an Schlüsselzuweisungen 250 500 Euro erwartet. Dem stehen als Transferleistungen wie beispielsweise für Kindergärten und Schulen 485 000 Euro gegenüber. Zu den Investitionsmaßnahmen gehören Straßenbaumaßnahmen, das beschlossene Alarmierungssystem per SMS für die Feuerwehr mit 1200 Euro, ein Zelt für das Dorffest mit 3000 Euro sowie die Beteiligung an den Kosten für ein Konzept für die Breitbandversorgung der Gemeinde – für ein schnelleres Internet – mit 1200 Euro. Erst wenn ein solches Konzept vorliege, weiß man, wie teuer eine Umsetzung vom Plan in die Realität wird. Von den 643 Einwohnern sind derzeit 267 mit einem mehr oder minder schnellen Internet-Anschluss ausgestattet.

In seinem Verwaltungsbericht hatte Bürgermeister Helmuth Meyer darauf hingewiesen, dass der „Brennplatz“ geschlossen ist, am 5. Mai mit dem Straßenausbau „in einem Rutsch“ in Schauheck begonnen wird. Die Abrechnung der Dorffest-Kasse hat einen Bestand von 84,95 Euro ergeben. Für das traditionelle Maibaum-Aufstellen am 1. Mai sucht der Bürgermeister noch Helfer. Er war es auch, der Mathias Rochel zum neuen Wehrführer von Rabel ernannte und ihn vereidigte.

Auf die Situation des evangelischen Kindergartens in Kieholm eingehend, informierte der Bürgermeister, dieser sei mit 70 Jungen und Mädchen – darunter 18 U-3-Kinder – voll ausgelastet. Aus Rabel besuchen diese Einrichtung 16 Kinder; weitere sechs werden im dänischen Kindergarten Kappeln betreut, zwei weitere in einer anderen Einrichtung der Schleistadt; ein Kind besucht den Wald- und Naturkindergarten. Das macht insgesamt 25 Kinder und bedeutet für den Haushalt der Gemeinde eine Kostenbeteiligung von 54 000 Euro.

Während der Einwohnerfragestunde ging es um die Situation der Grundschulen. Bürger Kai Spranger wollte wissen, was getan werden könne, damit sich die Grundschulen von Kieholm und Gelting an einen Tisch setzen, um miteinander zu sprechen: ob nun organisatorische Verbindung oder weitere Eigenständigkeit beider Schulen. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion sprach Bürgermeister Meyer von einem „Zwergenaufstand“ und davon, dass sein Bürgermeisterkollege von Hasselberg die Angelegenheit „hochgekocht“ habe.

Mit dem Eltern-Informations-Abend sei der Entscheidung der zehn Bürgermeister des Alt-Amtes Gelting zuvor gekommen worden. Rutsche die Kinderzahl einer Schule unter 80, bahne sich für diese eine Gefährdung an. Eine organisatorische Verbindung hätte den Vorteil, dass es einen Hauptsitz und eine Außenstelle gebe. Dabei stehe fest, dass es nur einen Schulleiter geben könne – und darin liege ein Problem. Zur Schließung einer Schule komme es aber erst, wenn die Kinderzahl auf unter 40 abrutsche. Wie sich die Situation entwickele, bleibe abzuwarten. Das sei eine politische Entscheidung. Nach Ansicht von Meyer müsse man „zu Potte kommen“, denn der nächste 15. Februar mit den dann neuen Schülerzahlen komme bestimmt.

In diesem Zusammenhang ließ der Bürgermeister nicht unerwähnt, dass für die 1963 mit von Rabel errichtete Grundschule Kieholm, die von 16 Kindern aus der Gemeinde besucht wird, die letzte Rate 2013 bezahlt worden ist. Er versicherte, dass der Schulausschuss des Amtes Geltinger Bucht noch in diesem Monat tage, und am Ball bleibe. Für ihn, Meyer, sei klar, dass „wir die Schule erhalten wollen“.

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