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Schlei-Bote

23. Oktober 2017 | 18:04 Uhr

Theater : Puppenspiel mit Tipps vom Profi

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Workshop an der Georg-Asmussen-Grundschule in Gelting mit Regisseur Stephan Teuber.

Maybritt hat sich für einen Indianer entschieden, Jana für eine feine Dame, Jan für einen struppeligen Opa, Laura für eine Frau mit Schürze und Lina für einen Vamp. Die Dritt- und Viertklässler der Georg-Asmussen-Grundschule haben ihre Ideen ebenso wie die übrigen Teilnehmer der insgesamt 14 Jungen und Mädchen zählenden Theater-Arbeitsgemeinschaft umgesetzt und Handpuppen angefertigt für einen Workshop mit Stephan Teuber aus Stoltebüll, der sich mit seinem Fantasia-Theater bundesweit einen Namen gemacht hat.

Die Schüler, die ihre selbst gemachten Puppen in Szene setzten, ihnen bei den Auftritten Leben einhauchten und dabei viel vom eigenen Ich in sie hineinlegten, waren begeistert – aber auch Stephan Teuber war voll des Lobes. Es mache ihm großen Spaß, die Jungen und Mädchen an diese besondere Art des Theaters heranzuführen, sagte er.

Ohne Frage mussten die Schüler bei ihren Darbietungen über den eigenen Schatten springen. Das eigene Lampenfieber in den Griff zu bekommen, ist eine Sache. Die Zuschauer in den Bann zu ziehen, eine andere. Der Rat des Fachmannes: Man muss dem Publikum Zeit geben, sich in das Gezeigte hineinzufinden, damit es in Erinnerung bleibt.

Seit mittlerweile vier Jahrzehnten tourt der 66-jährige Teuber mit seinem Fantasia-Theater durch die Lande und kommt stets gerne und immer wieder in die Geltinger Grundschule. Was die Kinder mit Hilfe der von ihnen gebauten Puppen in Szene setzen, wobei sie all ihre Stärken und Schwächen mit einbringen, sei toll, betonte der Puppenspieler.

Wichtig bei alledem sei, so Teuber, dass das Theaterspielen das Selbstbewusstsein der Kinder stärke. „Sie stellen sich den Herausforderungen und bewältigen sie“, so der Fachmann, „und das ist auch für mich ein gutes Feeling.“

Wie Schüler für Schüler hinter dem schwarzen Vorhang verschwand und in die Spannung hinein jeder seine Puppe neugierig über den Rand schauen und agieren ließ, dabei höflich den Hut lüftete, das forderte den Beifall geradezu heraus – und damit wurde dann auch nicht gespart. Die Konzentration – „Füße zusammen, Fersen fest auf den Boden drücken“ – war groß. Als Regisseur gab der Puppenspieler den Dritt- und Viertklässlern der Theater-AG viele Anregungen. Oft handelte es sich dabei nur um Kleinigkeiten. Aber die zu beherrschen sei wichtig, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, so Teuber.

Rundum zufrieden war auch Lehrerin Birthe Schütt als Leiterin der Arbeitsgemeinschaft. Für sie ging es darum, den Kindern von einem Experten nahe bringen zu lassen, wie man sich bewegt und die man Angst oder Freude darstellt. Beim Puppenbau war der Pädagogin die Gestaltung wichtig. Es galt, in jede Figur besondere Eigenschaften zu legen – das Wesentliche hervorzuheben. Und wie die Kinder dann ihre Puppen in Szene setzten, das gefiel der Lehrerin und war für sie ein Indiz, dass die Kinder es verstehen, Puppen zum Leben zu erwecken – mit viel Mimik und Gestik.

Für die Kinder war der Workshop auch insofern von Bedeutung, als demnächst die Proben für das Musical „Tabaluga“ beginnen. Da heißt es dann, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, um bei der Aufführung im Juni zu zeigen, „was wir können“.

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