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Schlei-Bote

20. August 2017 | 19:31 Uhr

Sterup : Platz für neues Ärztehaus

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Drei Allgemeinmediziner sollen einziehen, zwölf Patientenparkplätze entstehen.

In der Gemeinde Sterup soll ein Ärztehaus mit drei Allgemeinmedizinern entstehen – dort, wo einst das ehemalige „Café Inge“ stand. Das ist mittlerweile dem Erdboden gleichgemacht worden. Der Investor steht in den Bau-Startlöchern. Was er noch benötigt, ist die Ausweisung von zwölf Patienten-Parkplätzen – und da kommt die Gemeinde ins Spiel. Die Gemeindevertreter kamen überein, eine entsprechende Baulast auf dem Parkplatz „Alte Dorfstraße“ eintragen zu lassen. Der Bürgermeister und sein Stellvertreter wurden beauftragt, mit dem Investor die dafür erforderliche Vereinbarung zu treffen.

Die bisherige Ortsabrundungssatzung sah für den Bereich Schnabe vor, dass der ehemalige Reitplatz durch einen Knick einzufassen ist. Doch dazu, so Sterups Bürgermeister Wolfgang Rupp, sei es bislang nicht gekommen, weil ein Knick die Nutzung besagten Bereiches behindere. Nachdem das Kreisbauamt nun die satzungsgemäße Bepflanzung angemahnt hat, ist sich darauf verständigt werden, den Knick nicht geradlinig anzulegen, sondern zu verschwenken. Rupp: „Damit ist die Behörde einverstanden.“ Allerdings erfordert das eine Änderung der Satzung. Da nicht die Allgemeinheit, sondern „nur einer davon gut hat“, habe dieser die Kosten für die Änderung der Satzung zu tragen. Dazu ist dieser bereit, sodass die Gemeindevertretung die Plan-Änderung in Auftrag gab.

Was den geplanten Natur- und Kulturpfad betrifft – er soll Ende Mai seiner Bestimmung übergeben werden –, berichtete Gert Schürke namens des Zusammenschlusses „De Stedörper“, der dafür zuständig ist, über den aktuellen Stand. Alle Arbeiten laufen demnach wie geplant, nun müssen die Ideen in die Tat umgesetzt werden. Dazu gehört, die Informationstafeln in Druck zu geben und dann aufzustellen. Ein großer Teil der Strecke befindet sich auf Gemeindegebiet, führt aber auch durch Privatwald. Schürke erklärte, dass der Natur- und Kulturpfad, sobald ihn die Gemeinde als Wanderweg ausweise, öffentlich werde er. „Und dann“, so Schürke weiter, „muss die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht übernehmen“. Für Bürgermeister Rupp stand diesem Vorgehen angesichts des Kommunalen Schadensausgleiches in der Hinterhand nichts im Wege. Und so war die Übernahme eine schnell beschlossene Sache. Was die Kosten für den Pfad betrifft, rechnen „De Stedörper“ mit rund 19.000 Euro. 10.000 Euro steuert die Bingo-Lotterie bei, hinzu kommen Eigenleistungen und Spenden, sodass derzeit noch eine Deckungslücke von 3000 Euro vorhanden ist.

Durchweg positiv bewertet wurde die Idee von Gemeindevertreterin Daniela Mudrack, die eine Lebensmitteltauschbörse einrichten will: ab April jeden dritten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr im Gemeindebüro. Sie rief die Steruper dazu auf, aus ihren Vorratskammern Lebensmittel, die sie nicht mehr benötigen, nicht wegzuwerfen, sondern für ihre Börse zur Verfügung zu stellen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt sind jedoch Fleisch- und Milchprodukte ausgeschlossen. Auf alle Fälle sollte noch ein Mindesthaltbarkeitsdatum noch vorhanden sein. Erwünscht sind auch Tierprodukte, Pflegeutensilien und Getränke. Alles, was an den Börsen-Tagen keinen Abnehmer findet, will Daniela Mudrack an bedürftige Menschen abgeben. Sie wünscht sich viel Resonanz und weitere Anregungen. Der Startschuss für das Projekt fällt heute.

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