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Kappelner Stadtbücherei : Plattdeutsche Tage in der Bücherei

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Musik, Film, Spiel und Lesung umrahmen die Verleihung des Niederdeutschen Literaturpreises im November.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Der Förderverein der Kappelner Stadtbücherei, die „Buchstützen“, und Büchereileiterin Petra Herzig haben sich für die Tage rund um die 27. Verleihung des Niederdeutschen Literaturpreises etwas Spezielles ausgedacht: „Kappeln up Platt is nich platt“ heißt das Motto der insgesamt fünf Tage, in denen sich an der Schlei alles um die niederdeutsche Sprache drehen soll.

Monika Jenner steckt in ihrem Element, das ist nicht zu übersehen. Das „Buchstützen“-Mitglied ist Plattsprecherin aus voller Überzeugung und hat sich nun einiges vorgenommen. „Es geht ums Platt auf ganz vielen Ebenen“, sagt sie – literarisch, spielerisch, filmisch, musikalisch. „Hauptsache, es wird gesprochen“, sagt Jenner.

Der Startschuss dazu fällt am Mittwoch, 1. November, um 19 Uhr. Gertrud Conrad und Monika Jenner bereiten eine plattdeutsche Lesung mit der Überschrift „Dit un dat – vun allns wat“ vor. Heißt also: ein breites Spektrum dessen, was die niederdeutsche Literatur so zu bieten hat. Akkordeonspielerin Meike Salzmann gestaltet dazu den musikalischen Rahmen. 5 Euro kostet der Eintritt pro Person. Teil zwei der plattdeutschen Woche gestalten am Donnerstag, 2. November, Kinder und Jugendliche. Ab 18 Uhr präsentieren die Schüler der Gemeinschaftsschule an der Schlei und der Grundschule Karby ihr Können – „Platt ut de School“. Monika Jenner kündigt Gesang und Gedichte an. „Im Grunde aber haben wir den Kindern freien Lauf gelassen bei dem, was sie bieten wollen“, sagt sie.

Auf die Verleihung des Niederdeutschen Literaturpreises (eine städtische Veranstaltung in der Alten Maschinenhalle) am Freitag, 3. November, folgt dann am Sonnabend, 4. November, „Bingo up Platt“. Gummistevels oder Schruuv, manchmal auch Zahlen oder Bilder müssen die Bingospieler auf ihren Karten erkennen – und so ganz nebenbei ihre plattdeutschen Vokabelkenntnisse erweitern. Oder, wie es Petra Herzig, beschreibt: „Alle diejenigen, die nicht mit Platt aufgewachsen sind, dürfen raten.“ Preise gibt es auch zu gewinnen, allerdings sollten Spielwillige rechtzeitig Plätze reservieren. Die Bingo-Karten sind am Veranstaltungstag zu kaufen. Und den Schlusspunkt am Sonntag, 5. November, setzt schließlich „Bingo – Toletzt entscheed jümmers dat Glück“, eine Dokumentation natürlich auf Niederdeutsch. Die „Capitol-Lichtspiele“ zeigen den knapp eineinhalbstündigen Film ab 11 Uhr. Auch dort werden 5 Euro Eintritt fällig. Bis auf den Kinofilm finden alle Veranstaltungen in der Stadtbücherei statt.

Mit ihren vier Veranstaltungen stellen die „Buchstützen“ und die Bücherei so einen passenden Rahmen für die Literaturpreisverleihung. Ob die Sache etwas Einmaliges bleibt oder wiederholt wird, steht jedoch noch nicht fest. Petra Herzig sagt: „Wir testen das mal, warten die Resonanz ab und überlegen dann.“ Mit Musik, Film, Spiel und Literatur decken die Organisatoren allerdings so viele Ansätze ab, dass tatsächlich etliche ihren plattdeutschen Anknüpfungspunkt entdecken können.


> Für das Bingo-Spiel werden Sponsoren gesucht, die kleine Preise (nichts Verderbliches) stiften möchten. Kontakt: bernd-michael-heuer@t-online.de.

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