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Gewerbegebiet in Loitmark : Planung kommt voran

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Eigentümer der Grundstücksfläche ist verkaufsbereit, und das Ministerium gibt grünes Licht für die Anbindung über die B 203.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 07:45 Uhr

„Was lange dauert, wird endlich gut“, meinte ein gut gelaunter Bürgermeister Heiko Traulsen. Aktueller Anlass für Traulsens Zufriedenheit ist das geplante interkommunale Gewerbegebiet. Das nimmt allmählich Gestalt an.

Wie Traulsen mitteilte, ist für das interkommunale Gewerbegebiet eine nordöstlich der Bundesstraße 203 gelegene insgesamt rund 17 Hektar große Fläche des „Erdbeerfeldes“ auf der Schwansener Seite vorgesehen. Gestern nun einigten sich der Bürgermeister und der Eigentümer dieses Flurstückes per Handschlag über die grundsätzliche Kaufs- beziehungsweise Verkaufsabsicht. „Wir haben uns auf einen Preis geeinigt, der für beide Seiten akzeptabel ist“, sagte Traulsen.

Geplant ist zunächst der Kauf von drei bis fünf Hektar, wobei die Tendenz in Richtung fünf Hektar geht. Zum Vergleich: Das Gewerbegebiet Mehlbydiek ist etwa zehn Hektar groß. Zuvor wurden Verkaufsgespräche mit einem anderen Grundstückseigentümer zunächst erfolglos abgebrochen.

Auch die Landesregierung hat nach anfänglichen Bedenken wegen des Verkehrsabflusses nun grünes Licht für eine Anbindung dieser Fläche an die B  203 gegeben, zumal es keine andere Möglichkeit zu geben scheint. Frank Nägele, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass Kappeln wächst und dass die Gewerbeentwicklung in Kappeln deutlich positiv ist.“ Vor diesem Hintergrund seien er und der Bürgermeister entschlossen gewesen, eine Lösung zu finden. Durch das Gewerbegebiet wird die Gemeindegrenze nach Süden verrückt. „Das führt dazu, dass der wesentliche Teil der Bundesstraße, über den wir sprechen, zu einer innerörtlichen Straße wird“, sagte Nägele. Dies vereinfache die Anbindung.

Diese Erschließung wird etwa 100.000 Euro kosten, von denen aber im Falle Kappelns 60 bis 70 Prozent förderfähig sein dürften. Heiko Traulsen sieht in dem interkommunalen Gewerbegebiet eine Aufwertung der Schwansener Seite bei gleichzeitiger Vertiefung der Zusammenarbeit der Gemeinden. Nach bisherigem Stand wollen sich neben Kappeln die Gemeinden des Amtes Kappeln-Land – Rabenkirchen-Faulück, Arnis, Grödersby und Oersberg – sowie die Schwansener Kommunen Karby und Winnemark an dem Gewerbegebiet beteiligen.

„Das Gewerbegebiet ist ein wichtiger Standortfaktor für den Zuzug von Familien“, betonte Traulsen. Doch auch Wohngebiete seien für Familien wichtig, „denn in den Nachbargemeinden gibt es viel Bewegung auf diesem Sektor“. Wie der Bürgermeister sagte, stehen die Fraktionen der Stadtvertretung dem Gewerbegebiet positiv gegenüber. Die Verwaltung hat nun die Aufgabe, den Aufstellungsbeschluss für F- und B-Plan zu erstellen, denn Teile der Grundstücksfläche seien derzeit noch als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen. Dazu wird die Verwaltung Vorschläge für die verkehrliche Anbindung zu erarbeiten.

Wenn es nach dem Bürgermeister geht, kann das interkommunale Gewerbegebiet bald Fahrt aufnehmen. „Ich wünsche mir, dass Weihnachten 2017 dort die erste Produktionsstätte liegt.“ Verkehrstechnisch dürfte es keine Probleme mehr geben. Staatssekretär Nägele versicherte: „Von Seiten der Verkehrsverwaltung werden wir den Weg frei machen.“ Der Ehrgeiz des Bürgermeisters ist nicht unbegründet. Nach einer Hochrechnung der Wirtschaftsförderung- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig (Wireg) werden die derzeit noch freien Gewerbeflächen in der Stadt ab dem Jahr 2018 voll belegt sein. 

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