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Grundschule Kieholm : Planer vergessen den Brandschutz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Heftige Kritik im Amtsausschuss: Der Ausbau des Verbindungsganges zwischen Kita und Grundschule Kieholm wird teurer als gedacht.

Der vorgesehene Ausbau des überdachten Verbindungsganges zwischen dem evangelischen Kindergarten und der Grundschule Kieholm hat im Amtsausschuss Geltinger Bucht Kritik ausgelöst. Anlässlich der jüngsten Sitzung in Steinbergkirche ließ niemand an der Notwendigkeit dieses Bauvorhabens einen Zweifel. Denn im kommenden Kita-Jahr wird dort übergangsweise eine weitere Tagespflegestelle eingerichtet, um den Bedarf an Plätzen für die Altersgruppe unter drei Jahren (U 3) decken zu können. Die Kosten für die energetische Sanierungsmaßnahme im Eingangsbereich beider Gebäude waren zunächst auf 57.000 Euro beziffert worden. Das war jedoch ein Irrtum.

Um rechtzeitig den Antrag auf Fördergelder von der Investitionsbank für dieses Vorhaben auf den Weg zu bringen, geriet die Planung des Architekten unter Zeitdruck. Vergessen wurde in der Eile der Brandschutz. Außerdem kamen die kommunalen Auftraggeber zu dem Entschluss, den Verbindungsgang in zwei Bereiche zu unterteilen: einen als zusätzlichen Raum für die Kita, den anderen zur Nutzung als zweiten Fluchtweg für die Grundschüler. Hinzu kommt noch der Einbau einer Notausgangstür im Nordteil des Kindergartens. Damit sind zwischenzeitlich die Projektkosten auf 85.000 Euro gestiegen.

Amtsausschuss-Mitglied Herbert Petzel aus Sterup bemängelte diese hohe Verteuerung, auch deshalb, weil dies kein Einzelfall im Amt sei. „Es darf nicht passieren, dass die Planer anfangs nach unten geschönte Baupreise nennen“, sagte er. Der Steruper Bürgermeister Wolfgang Rupp ergänzte, es sei ihm völlig unverständlich, dass ein erfahrener Architekt bei einer derartigen Planung den Brandschutz unberücksichtigt lasse. Andere Sprecher rieten dazu, in die Zukunft weisende gemeinsame Konzepte für derartige Bauvorhaben zu entwickeln – und nicht nur „Stückwerke“ zu schaffen.

Nachdem die Kritiker ihrem Unmut Luft gemacht hatten, stimmten sie dennoch dem Kieholmer Vorhaben zu. Dazu trug auch der Hinweis von Amtsvorsteher Thomas Johannsen bei, wonach allein die Trägergemeinden Hasselberg, Kronsgaard, Maasholm und Rabel die auf die Kita Kieholm bezogenen Mehrkosten finanzieren würden. Die eventuell höheren Fördermittel seitens der Investitionsbank sollen gegengerechnet werden.

Im weiteren Sitzungsverlauf beschloss der Amtsausschuss die Anschaffung eines „Mittleren Feuerlöschfahrzeugs“ (MLF) für die Freiwillige Feuerwehr Hasselberg. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 135.000 Euro. Eine Zusage des Kreises auf Fördermittel von 48.000 Euro aus der Feuerschutzsteuer liege bereits vor, erläuterte der Amtsvorsteher. Das MLF wird im kommenden Jahr geliefert und bezahlt. Es soll ein 28 Jahre altes Fahrzeug ersetzen, das reparaturanfällig ist.

Treu bleibt im Zeitraum zwischen 2015 und 2023 das Amt der Aktivregion Schlei-Ostsee. Dies bedeutet im genannten Zeitraum die Bereitstellung von 133.000 Euro zur Kofinanzierung der Lokalen Aktionsgruppe, die mit EU-Geldern regional bedeutsame Projekte anschieben will.

Zugestimmt haben die Ausschussmitglieder auch der Jahresrechnung für das vergangene Jahr – mit einem Gesamtvolumen von 9,479 Millionen Euro. 14 Millionen Euro stehen als Vermögen zu Buche. Die Schulden belaufen sich auf insgesamt 3,3 Millionen, der Rücklagenbestand ist mit 1,3 Millionen Euro ausgewiesen.

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erstellt am 18.Okt.2014 | 16:45 Uhr

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