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Benefizkonzert des Rotary-Clubs : Pianist Radim Vojir begeistert das Publikum

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ob Klassik, Jazz oder Bossa Nova – der Tscheche überzeugt in der voll besetzten Koslowski-Halle.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 00:33 Uhr

„Musik bringt die Menschen zueinander“, so sagte Manfred Guth, derzeitiger Präsident des Rotary-Clubs Kappeln in seiner Ansprache anlässlich des Benefiz-Konzertes zugunsten des Kunsthauses Hänisch. Dass man auch mit einer kulturell hochwertigen Veranstaltung und dazu noch einer Matinee am Sonntagvormittag die Koslowski-Halle füllen konnte, bewies einmal mehr, wie wichtig und vielseitig nutzbar dieser Veranstaltungsort für Kappeln und die umliegende Region geworden ist. Auch solche gefragten Künstler wie der Konzert-Pianist Radim Vojir sind sich nicht zu schade, hier auf der Bühne ihr Können zu präsentieren.

Und Können war es allemal, was Radim Vojir dem andächtig lauschenden Publikum bot. Sein breit gefächertes Repertoire umfasste viele Musik-Stilrichtungen und er überzeugte schon bei den ersten Takten des klassischen Teils mit ausgefeilter Anschlagskultur, genau der richtigen Mischung zwischen samtweicher Verspieltheit und kraftvollem Zupacken, das Robert Schumanns „Kinderszenen“ so charakteristisch macht. Brahms kam leidenschaftlich-sehnsuchtsvoll bei Radim Vojir daher. Frederic Chopin gestattete er in einem hauchzart dahin getupften „Nocturno“, einem rasanten „Impromptu“ und zwei federleicht schwebenden Walzern die typisch „slawische Seele“, die bei aller Heiterkeit immer einen Hauch Melancholie in sich trägt.

Zwischendurch moderierte Vojir gekonnt locker, fröhlich und informativ. Dass er auch der Leiter einer Jazz-Bigband ist, davon überzeugte er nach der Pause, als er mit unwiderstehlichem Charme Gershwin-Preludien und Lieder vorstellte. Ob die überbordende Lebensfreude von „wonderful“, die drückende Schwüle eines Südstaaten-Sommers in „summertime“ aus „Porgy and Bess“ oder dem flotten „I got rhythm“, Radim Vojir war auch hier spieltechnisch ein Genuss und das Publikum wippte hingerissen im Takt mit.

Exotisch-erotisch begeisterte er zum guten Schluss noch mit dem „Girl von Ipanema“, swingend mit „Night and day“ oder dem verträumten „autumn leaves“, bis das Publikum längst vergessen hatte, dass es eigentlich einem Benefiz-Konzert lauschte und sich mit nicht enden wollendem Applaus bei dem hervorragenden Künstler und dem Rotary-Club für dieses außergewöhnliche Musik-Erlebnis bedankte.



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