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Kappeln : Petition für Schwimmhallen-Neubau

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

41-jährige Kappelnerin hat eine Initiative im Internet gestartet. Am heutigen Donnerstag gibt es einen Fernsehbeitrag über das Ellenberger Bad im Kinderkanal.

Die Stadt Kappeln ohne Schwimmbad – das kann sich Tanja Ludwig nicht vorstellen und das will sie sich auch gar nicht erst vorstellen. Deswegen setzt sich die Mutter dreier Töchter angesichts der bevorstehenden Schließung des Bades für einen Neubau ein. „Es muss einfach einen Weg geben, wie wir das hinkriegen“, meint Tanja Ludwig. Erste Maßnahme: Vorgestern hat die 41-jährige Kappelnerin eine Petition für einen Schwimmhallen-Neubau im Internet (www. openpetition.de) gestartet.

„Innerhalb von 24 Stunden gab es 340 Unterschriften. Das ist doch gar nicht so schlecht“, findet Ludwig. Bis zum 6. Dezember läuft die Unterschriftenaktion, die dann an die vier schleswig-holsteinischen EU-Parlamentarier, einige schleswig-holsteinische Regierungsmitglieder und an den Präsidenten des Landessportverbandes gehen wird. Denn es geht darum, Gelder für einen Neubau zu erhalten. Für die Kappelnerin ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Spaßbad finanziert wird, nicht aber ein Lehrschwimmbecken. „Bevor die Leute in ein Spaßbecken gehen, müssen sie doch erst schwimmen lernen.“

Und dabei stehe das Kappelner Bad keineswegs leer. Im Gegenteil, sämtliche Schulen, Bundeswehr, DLRG, Vereine Touristen, Einheimische, Senioren – alle würden das Bad nutzen. Die Mutter dreier Töchter hat in dem Ellenberger Becken selbst das Schwimmen gelernt und zwei ihrer Kinder auch. Emma Ludwig möchte auch, dass es künftig in Kappeln ein Schwimmbad gibt. „Weil man hier so viel lernen kann“, gibt die siebenjährige als Begründung an. Hier in Ellenberg hat Emma die Schwimmabzeichen Seepferdchen, Seeräuber und die Jugendschwimmabzeichen in Bronze und Silber bestanden. „Wir können doch jetzt für Schwimmbadbesuche nicht einen Bus nach Flensburg chartern. Das kostet doch alles Zeit, und vor allem: Wer zahlt das?“, sagt Ludwig.

Weil der Wegfall des Schwimmbades auch die Kinder betrifft, haben sich die Mutter und ihre Töchter an den ZDF-Sender KIKA (Kinderkanal) gewandt. Maßnahme Nummer zwei: Dort wird nun am heutigen Donnerstag um 19.50 Uhr ein Beitrag zum Schwimmbad in Kappeln gesendet. Zu sehen sind darin neben Badbetreiber Torben Kablau unter anderem acht Schüler einer sechsten Klasse der Klaus-Harms-Schule und ihr Sportlehrer.

„Wir ziehen jetzt alle Register, mehr als verlieren können wir nicht“, sagt Tanja Ludwig. Bislang hat sie nur Zustimmung für ihre Initiative erhalten. Viele seien ganz begeistert, dass noch etwas in die Wege geleitet werde. Und die Kappelnerin glaubt fest daran, dass man gemeinsam etwas bewegen kann. Wenn es nach Tanja Ludwig geht, dann steht am Ende der Bemühungen ein Schwimmbad, in welcher Form auch immer. „Wir wollen nicht sang- und klanglos untergehen. Es muss einfach einen Weg geben.“

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erstellt am 09.Okt.2014 | 07:15 Uhr

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