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Kappeln : Ostsee-Resort liegt im Zeitplan

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Abriss läuft schneller, der Verkauf besser als gedacht: Im Bauausschuss haben die Planer des Ostsee-Resort Olpenitz den aktuellen Stand präsentiert.

Das Ostsee-Resort Olpenitz (ORO) geht Schritt für Schritt seiner Verwirklichung entgegen. Diesen Eindruck vermittelten zumindest die Macher hinter dem Millionen-Projekt, als sie bei der jüngsten Bauausschusssitzung über die aktuelle Entwicklung sprachen. Die Grundstimmung jedenfalls war ausgesprochen gelöst und positiv – ein Umstand, der in der nicht allzu ferner Vergangenheit nicht unbedingt mit dem früheren Marinestützpunkt verbunden werden konnte. Und ganz nebenbei eröffnete der Architekt des Projekts eine überraschende Option.

Henrik Stæhr, Inhaber des gleichnamigen Architektenbüros in Berlin, umriss zunächst die Pläne der sieben Bauabschnitte. So sind nach seinen Worten sieben der neun geplanten Gebäude im ersten Abschnitt im Norden fertig gestellt, bis zum Jahresende soll das auch für den Rest zutreffen. Im zweiten Abschnitt im Süden des Areals liegen demnach für 60 sogenannte Kapitänshäuser die Genehmigungen vor, zum Jahresbeginn sollen die Bauarbeiten starten. Mit Blick auf die Strandpromenade – ebenfalls Teil des zweiten Bauabschnitts – laufen, so Stæhr, Verhandlungen mit dem Hotelbetreiber „Upstalsboom“ aus Emden. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Per Barlag Arnholm, geschäftsführender Gesellschafter des ORO-Eigentümers Helma Ferienimmobilien GmbH, im Nachgang zur Sitzung, dass zwar noch nichts unterschrieben sei, er aber eine Entscheidung im Frühjahr erwarte.

Der dritte Bauabschnitt umfasst die sogenannten schwimmenden Häuser im Norden. Dazu Architekt Stæhr: „Die Planung liegt vor, Ende des Monats wollen wir sie auf der Hanseboot präsentieren.“ In der Vorplanung befinden sich derweil Doppelhäuser im nordwestlichen Bereich, deren Baubeginn Stæhr für 2015 anpeilt. Wenig Konkretes konnte er zum vierten Bauabschnitt südlich der Promenade vermelden, sprach nur von „ersten Ideenskizzen“. Ebenfalls Planungsstadium hat Abschnitt fünf erreicht, ein Teil der Hafenpromenade soll Anfang des nächsten Jahres errichtet werden. Henrik Stæhr: „Wir bauen zunächst nur einen Teil, um zu sehen, wie das auf das Gesamtkonzept wirkt.“ Auch für den sechsten Abschnitt im Süden liegen „konzeptionelle Gedanken“ vor. Vorgesehen ist ein Ferienpark, Verhandlungen mit einem Betreiber laufen bereits. Und dann ließ Stæhr einen kurzen Satz fallen, der bei den Anwesenden für merkliche Unruhe sorgte. „Eventuell“, läutete der Architekt seine Aussage ein, „wäre ganz vorsichtig so etwas wie das Thema Schwimmhalle oder Bad mit Turnhalle denkbar.“ Axel Langkowski (CDU) wollte es genauer wissen. „Ist das denn überhaupt realistisch?“, fragte er. Per Barlag Arnholm sprang seinem Architekten zur Seite. „Ich wusste, wir hätten das nicht erwähnen sollen“, sagte er mit einem Grinsen. Arnholm wusste um die prekäre Lage des Kappelner Bades und nannte das „ein ganz schwieriges Thema“. Tatsächlich gebe es einen möglichen Ferienparkbetreiber, der darüber nachdenke. Unabhängig davon aber seien mehrere Funktionen denkbar, die in den Park eingebunden werden könnten. Im Bauabschnitt sieben an der Nordmole läuft derweil der Vertrieb der Albatrosvillen, zudem liegt ein erstes Konzept für einen Yachtclub vor.

Arnholm erwähnte im Anschluss Gespräche mit potenziellen Betreibern einer Marina im Südwesten und davon, dass im Norden einiges an Sand weggespült worden sei, sodass in Kürze die vor wenigen Jahren extra angelegte Sandfangmole untersucht werden soll. Die Abrissarbeiten laufen indes schneller als angenommen. Geplant war, die Fläche bis 2017 frei zu räumen, nach den Worten Arnholms ist davon auszugehen, dass der Abriss bis Ende 2015 abgeschlossen ist. Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Volker Ramge (CDU) führte der Helma-Chef zudem aus, dass das gesamte Areal öffentlich zugänglich bleibt. Gegenüber unserer Zeitung nahm Arnholm noch einmal Bezug auf die geplante Fährverbindung, die – sollte sie kommen – nicht nach Dänemark führen wird. „Es gibt zu viele verschiedene Regelungen für deutsche und dänische Gewässer, die nicht vereinbar sind“, sagte er. „Wenn wir eine Fähre einrichten, dann eher Richtung Süden, vielleicht nach Kiel. Aber noch sind das alles Gedankenspiele.“ Bereits vollständig verkauft sind nach den Worten des Geschäftsführers die Hafenhäuser – „und das schon vor Monaten. Wir dachten, dass wir das erst im nächsten Jahr schaffen.“ Ebenfalls verkauft sind elf Kapitänshäuser. Arnholm: „Das läuft alles sehr zufriedenstellend für uns. Wir liegen absolut im Zeitplan.“

Das letzte Wort hatte schließlich Volker Ramge, der sein ganz eigenes Fazit in puncto Schwimmbad zog. „Dass hier das Wort mit „S“ nochmal fallen würde, finde ich sehr beeindruckend. Gucken wir mal, was daraus wird.“

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erstellt am 23.Okt.2014 | 07:30 Uhr

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