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Oberster Kreisjäger kritisiert grüne Politik

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2014 | 17:27 Uhr

Auf dem Kreisjägertag hat der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Schleswig Claus-Henning Jensen, in seinem Jahresbericht kritisiert, dass „die Vorschläge der Jagdverbände in der Politik wenig zählen, unsere Vorschläge verlaufen im Sande.“ Die grüne Politik mache ihnen das Leben schwer – „das war früher anders. So aber werde der Handlungsspielraum für Fischer, Angler und Jäger „immer geringer“.

Zum Bestand meinte Jensen, dass das dichte Grün der Wälder dem Wild seit März gute Deckung biete. „So früh im Jahr haben wir das lange nicht erlebt“, sagte Jensen im Lürschauer Hotel Ruhekrug vor rund 60 Jägern. Damit war die Veranstaltung nur halb so gut besucht wie im Vorjahr. Für seine erfolgreiche Arbeit als Jagdhundeführer erhielt Willi Lange aus Arenholz den Ehrenbecher der Kreisjägerschaft. Ebenfalls geehrt wurden Martin Brenzel, Rita Andersen und Jörg Schmidt für ihren Einsatz in der Jugendarbeit.

Zuvor hatte der Vizepräsident des Landesjagdverbands, Hans-Werner Blöcker, in seiner Gastrede „aktuelle jagdliche Tagesthemen“ angesprochen, darunter das stark diskutierte Verbot der Bleimunition zum 1. April 2015. Blöcker plädierte dafür, der Industrie Zeit zu geben, eine solche Munition zu entwickeln. Und er mahnte, auch bei gefährdeten Wildarten wie dem Rebhuhn müsse ein Jagdverbot revierabhängig gestaltet werden. Zudem meinte Blöcker, der zurückkehrende Wolf „gehört ins Jagdrecht, weil wir ihn überwachen können“. Dabei betonte er: „Der Wolf ist uns willkommen.“

Kritisch sah er den Rückgang des Niederwildes, dem angesichts der abgemähten Maisfelder im Winter die Deckung fehle. „Da müssen wir was machen. Denn „wir sind Naturschützer und nicht die, die immer nur töten wollen“. Kreisjägermeister Hans-Wilhelm Schlüter bestätigte den Rückgang des Niederwilds auch fürs Kreisgebiet: „Die Situation der Fasane ist katastrophal, auch Hasen haben wir weniger“. So ging die Zahl der gejagten Fasane von 237 auf 130 zurück, die der Hasen von 1571 auf 1250 – „ein niedriges Ergebnis für so einen großen Flächenkreis“. Beim Schwarzwild wurden kreisweit 111 Tiere erlegt. Stark im Kommen sei dagegen der Marderhund, der „in Mecklenburg-Vorpommern schon den Fuchs zurückdrängt“.


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