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Hasselberg : Neues Rettungsboot für die DLRG

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Amt Geltinger Bucht investiert 30.000 Euro in die 65 PS starke „Hasselberg“.

Diverse Rettungsübungen, Vorführungen, allerlei Kurzweil, viel Musik und natürlich die obligatorische Neptuns-Taufe – so stand es auf dem Programm des 19. Strandfestes der DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg (GGH). Doch Höhepunkt bei alledem war die offizielle Indienststellung des neuen Motorrettungsbootes „Hasselberg“. Auf diesen Namen hatte sich die Mehrheit der 140 DLRG-Mitglieder geeinigt. Knapp 30.000 Euro hat das Amt Geltinger Bucht in die Hand genommen, um mit diesem Boot für mehr Sicherheit an einem 4,5 Kilometer langen Strandabschnitt der Ostsee zu sorgen. Das neue Rettungsboot mit einem 65 PS starken Motor ist die Nachfolgerin der „Torbine“, die zwölf Jahre lang in GGH-Diensten stand, aber nicht mehr den Ansprüchen genügte. Es wurde nach dem Ersatzbeschaffungs-Beschluss des Amtsausschusses an einen Privatmann verkauft.

Zum offiziellen Akt der Übergabe gehörte während des Strandfestes, dass de Meeresgott „Neptun“, verkörpert von Roman Weber, dem Ausbildungsleiter der GGH, schon vor der „Taufe“ von „Landratten“ in Aktion trat. Mit der „Hasselberg“ kam er auf der Ostsee daher, stapfte an Land und übergab das Boot in seiner Eigenschaft als „Herrscher aller Meere, Flüsse, Seen, Tümpel und Moraste“ an Kronsgaards Bürgermeister Hans-Walter Jens, zugleich stellvertretender Amtsvorsteher der Geltinger Bucht und in diesem Fall „Herrscher des Überwasserpalastes“ – sprich Wasserrettungsstation. Bevor Jens das Boot in die Obhut der DLRG übergab, sagte er: „ Die 30.000 Euro sind eine gute Investition in die Sicherheit der Strände und dienen damit dem Tourismus.“ Mit Blick auf die DLRG-ler sprach Jens davon, dass deren Mitglieder sich für das Helfen qualifiziert haben und sich ehrenamtlich engagiert einsetzen. Die DLRG und das neue Boot seien unverzichtbar für die Standbesucher. Jens: „Wenn auch nur ein Mensch durch die ‚Hasselberg‘ gerettet wird, so hat sich das Boot schon bezahlt gemacht.“ Da nickten Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke und sein Amts-Kollege Hans-Jürgen Schwager aus Stoltebüll zustimmend.

Für die DLRG ist die „Hasselberg“ eine dringende Notwendigkeit, wie sich bei den ersten Einsätzen, bei denen schnelle Hilfe erforderlich war, schon gezeigt hat. Zwei Wochen nach Beginn der Wachsaison am 27. Juni, so DLRG-Vorsitzender Jürgen Horn, stand das neue Rettungsboot bereits zur Verfügung. Mitte Juli musste der zu dem Zeitpunkt diensthabende Wachleiter Carsten Hafermas zusammen mit weiteren Wachgängern zur Bergung von zwei Personen ausrückte. Deren Katamaran dümpelte nach einem Mastbruch in Sichtweite der Wachstation im Meer. Dieser ersten Bewährungsprobe der „Hasselberg“ folgte schon sehr bald der zweite Einsatz mit dem neuen Rettungsboot: Wiederum in Sichtweite trieb eine Badeinsel ab. Opa und Enkel waren heilfroh, als die Helfer der DLRG heranbrausten und sie in Sicherheit brachten.

Insgesamt werden von der Wasserrettungstation am Hasselberger Strand sechs Wachstationen mit je zwei Personen besetzt – noch bis zum 6. September. Hinzu kommt die ständige Besetzung des Rettungsbootes, sodass stets 14 Rettungsschwimmer im Einsatz sind. Das kann die GGH nicht allein aus eigener Kraft bewältigen – gut, dass es befreundete DLRG-Verbände gibt, die gerne nach Hasselberg kommen: Vom Landesverband Westfalen, von der DLRG Nordrhein, von der Vereinigung Waldeck-Schafflund, aus Württemberg und erstmals in diesem Jahr auch aus Friedrichsroda in Thüringen, Berlin-Spandau und Itzehoe.

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