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Schlei-Bote

21. Oktober 2017 | 18:06 Uhr

Sterup : Neuer Natur- und Kulturlehrpfad

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Gemeinde eröffnet einen sieben Kilometer langen Rundweg.

Knapp 10.000 Euro nahm der Verein „De Stedörper“ selbst in die Hand, um einen Natur- und Kulturlehrpfad in der Gemeinde einzurichten. Als jetzt der Pfad eröffnet wurde, stand dem Stedörper-Vorsitzenden Michael Becker die Freude ins Gesicht geschrieben. Bevor sich ein Tross Steruper Bürger auf den Weg machte, um zu schauen, was es an mit Schildern ausgewiesenen Besonderheiten gibt – der Rundweg ist rund sieben Kilometer lang und wer lesen und verweilen möchte, der benötigt rund zwei Stunden, um alles zu sehen –, dankte Becker zunächst allen, die bei der Finanzierung halfen. 20.000 Euro verschlang das Vorhaben insgesamt, 49,9 Prozent davon steuert Bingo-Lotto bei, den Rest finanziert der Verein mit Hilfe etlicher Förderer.

Die Strecke führt durch eine von der Eiszeit geprägte Kulturlandschaft – zum Beispiel an das Tunneltal Lippingau und an eine Quelle. Dann geht es vorbei an zwei Teichen und durch einen Bruchwald. Ein weiteres Waldstück ist ein für Schleswig-Holsteins Jungmoränenlandschaft typischer Rotbuchenwald, in dem zwei der vielen wildromantischen imposanten Steruper Bachschluchten zu sehen sind. Entlang des Pfades gibt es besondere Pflanzen und Tiere zu entdecken.

Ausgangspunkt für die Wanderung auf diesem Pfad ist der Platz vor der altehrwürdigen St.-Laurentius-Kirche. Die weiteren Stationen, die das genaue Hinschauen lohnen, sind: eiszeitliches Tunneltal, Lippingau, Quelle, Schönungsteich, Buchenwald, Mergelkuhle (Biotop), Totholz, Bachschlucht, Sohlgleite, der Allmannskrog, die Kaiserliche Post, das Pastorat sowie das Kaufhaus Angeln – bei der Kirche schließt sich der Pfad-Kreis. An vielen Stellen informieren Tafeln mit Texten und Bildern über Pflanzen und Tiere, Geologie und kulturhistorisch interessante Gebäude und erinnern daran, behutsam mit Natur und Kultur umzugehen, sie zu entdecken, zu genießen und der Nachwelt zu erhalten.

Für Becker steht fest, dass der Pfad nicht nur für Touristen sehr lehrreich ist, sondern auch für Kindergärten und Schulen zu einem Stück Heimatkunde werden wird. Für die Bürger sei er eine gute Möglichkeit, in der Gemeinde Ecken, in die man nicht jeden Tag kommt, kennenzulernen, sagte der Vereinsvorsitzende. So sieht es auch Sterups Bürgermeister Wolfgang Rupp, der die Initiative als eine sehr gute Idee bezeichnete. Der habe die Gemeinde zugestimmt. Jetzt zeige sich, dass der Pfad Sterup gut zu Gesicht stehe.

Ein besonderer Dank von Michael Becker galt dem 73-jährigen Kommunikationsdesigner Gert Schülke, der sich, aus Bayern stammend, vor acht Jahren in Sterup niederließ. Er entdeckte sehr schnell die Schönheiten seiner neuen Heimat und wollte sie ins rechte Licht setzen, um sie Einheimischen wie Gästen durch Informationen näher zu bringen. Jetzt freute er sich, dass „wir es geschafft haben“. Er appellierte an die künftigen Pfad-Gänger, mit offenen Augen den Hinweisen zu folgen und die Besonderheiten wahrzunehmen.

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