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Mittelangeln : Neuer Name soll das Image verbessern

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Kleiderkammer des DRK in Satrup hat am neuen Standort in der Ortsmitte mehr Platz und ist behindertengerecht.

Die Adresse Flensburger Straße 15 stand in Satrup viele Jahre für ein Textilgeschäft. Nach Leerstand und kurzzeitiger Vermietung sind hinter den großen Schaufenstern jetzt wieder Kleidungsstücke ausgestellt – aber die Zielgruppe hat sich verändert. Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes hat hier eine Kleiderkammer eingerichtet – ein Bezeichnung, die der Ortsvorsitzende Harald Krabbenhöft nicht gern hört. „Der Begriff ist negativ besetzt“, sagt er. Der neue Standort soll auch dazu beitragen, das Image der sozialen Einrichtung zu verbessern, die in breiten Bevölkerungskreisen als Ort gesehen wurde, der den sozialen Abstieg dokumentierte.

Dem will das DRK mit offenen Räumen im Zentrum der Gemeinde entgegenwirken und zur Normalität beitragen. Deshalb werden auch wieder die Schaufenster dekoriert, die Besucher nicht als Bedürftige, sondern als Kunden empfangen. Auch die Kommunikation will man durch ein kleines Cafe fördern. Und der Name „Kleiderkammer“ soll ersetzt werden. Das DRK hat die neuen Räume gemietet. „Zu günstigen Bedingungen“, wie Harald Krabbenhöft unterstreicht. Die Gemeinde hat sich dazu bereit erklärt, bis Ende 2016 die Nebenkosten zu übernehmen.

In diesen Tagen sind Annegret Nissen, Karin Mühlhausen, Renate Krabbenhöft und Hannelore Skrezba täglich in den neuen Räumen und sortieren Wäsche, Bekleidung, Schuhe und Haushaltsgegenstände in die Regale, hängen Jacken, Mäntel und Hosen auf fahrbaren Kleiderständern. Zur Bekleidung, die aus der alten Kammer in die neuen Räume geschafft wurde, kommen neue Spenden hinzu. „Wir erleben eine bisher nicht gekannte Spendenbereitschaft“, freut sich Annegret Nissen, die zum Kleiderkammer-Urgestein gehört.

Für den Umzug gibt es einige Gründe. Der bisherige Standort war im ersten Stock des „Alten Rektorhauses“. Nicht behindertengerecht und somit für Behinderte und ältere Menschen unerreichbar. Dazu waren alle Wände schräg, was zu Platzeinbußen führte und die Arbeit erschwerte. Vor diesem Hintergrund hat der Ortsverein Satrup-Rüde immer einen begehrlichen Blick auf das Büchereigebäude geworfen, das nach einem geplanten Umzug in einen Neubau in der Flensburger Straße frei würde. Die Umsetzung zieht sich aber hin und der Bedarf nach gut erhaltener, getragener Bekleidung wächst täglich, da auch immer mehr Flüchtlinge hier dringend benötigte Bekleidung erhalten.

Neu aufgenommen wurde Haushaltsgegenstände für den täglichen Bedarf. Auch hier hat das DRK vordringlich die Flüchtlinge im Blick, die für ihre Erstausstattung diese Haushaltsgegenstände benötigen. Die neuen Räume haben ausreichend Platz – machen aber auch viel Arbeit. So viel, dass die Mitarbeiterinnen darum bitten, zur Zeit keine neue Bekleidung anzuliefern. Was allerdings dringend benötigt wird, sind Herrenschuhe – vorallem kleinere Größen. „Die Füchtlinge haben überwiegend kleine Füße“, berichtet Annegret Nissen. Das neue DRK-Textilhaus ist an jedem Donnerstag von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, bei Bedarf häufiger.

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