Neuer Chef bei Kopperbyer Wehr

Der neue Wehrführer Jürgen Jensen (l.) nimmt die Glückwünsche von Klaus J. Becker (r.) und Dirk Schadewaldt entgegen.  Foto: Iversen
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Der neue Wehrführer Jürgen Jensen (l.) nimmt die Glückwünsche von Klaus J. Becker (r.) und Dirk Schadewaldt entgegen. Foto: Iversen

Die Feuerwehr Kopperby hat einen neuen Wehrführer. Nach zwölf Jahren Amtszeit trat Klaus Jörgen Becker (56) aus beruflichen Gründen nicht wieder an. Zu seinem Nachfolger wählten die aktiven Mitglieder Jürgen Jensen (48).

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09. Januar 2009, 10:05 Uhr

Kappeln | Klaus Jörgen Becker wirkte erleichtert, als er auf der Jahresversammlung der Kopperbyer Feuerwehr offiziell bekannt gab, dass er nicht wieder kandidieren wird. "Ich bin beruflich stark beansprucht und möchte dieses Amt nicht halbherzig machen", sagte Becker, der zur Zeit Betriebsleiter der Kläranlage in Kappeln ist. Die Zeit als Wehrführer möchte er nicht missen. "Da bekommt man eine andere Sicht der Dinge und lernt Menschen von einer anderen Seite kennen." Es sei gut, dass seinem Nachfolger der erfahrene Heinz Boysen zur Seite stehe, dieser habe auch ihm geholfen. Außerdem dankte er seiner Frau Rita für ihre Unterstützung. Als weitere Begründung für seinen Entschluss nicht wieder zu kandidieren, nannte Becker, dass die Führungsspitze um ihn herum immer jünger werde. "Da kann man als gesetzter Herr nicht mehr so mithalten", sagte der 56-Jährige unter dem Gelächter der Versammlung. Becker wird voraussichtlich als Gruppenführer weiter zu den Aktiven zählen. "Ein Pastor würde sagen, ich verlasse die Kanzel, aber nicht die Kirche."

Der stellvertretende Wehrführer Heinz Boysen dankte Becker im Namen der gesamten Wehr für seinen zwölfjährigen Einsatz an der Spitze der Feuerwehr. In seine Amtszeit sei die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges gefallen, nachdem das alte 21 Jahre lang seinen Dienst verrichtet hatte. Im vergangenen Jahr sei das Fest zum 100-Jahr-Jubiläum durchgeführt worden. "Das war nicht zu toppen und uns allen ist wohl klar, dass man ein solches Fest nur einmal im Leben mitmacht." Die Zusammenarbeit mit Becker nannte Boysen "hervorragend".

Bürgervorsteher Jürgen Seemann sagte, dass Becker eine geordnete Wehr übergibt. Er danke Becker, für das, was er für die Wehr und Kopperby geleistet habe. Den Aktiven versicherte Seemann, dass es keine Zusammenlegung der Wehren geben werde und die Stadt auch künftig für eine gute Ausrüstung der Feuerwehr sorgen werde. Auch Gemeindewehrführer Dirk Schadewaldt erteilte allen Plänen einer Zusammenlegung von Wehren eine klare Abfuhr. Dies sei wohl kostengünstiger, wie Gemeindeprüfungsamt beziehungsweise Kommunalaufsicht betonten. "Doch die Aufgaben müssen auch bewältigt werden." Schadewaldt bescheinigte Becker, dass er die Kopperbyer Wehr in seinen zwölf Jahren an der Spitze geformt habe und dies der Wehr sehr gut getan habe.

Um die Nachfolge Beckers bewarben sich mit Kassenwart Thorsten Schäckermann und Gruppenführer Jürgen Jensen zwei Mitglieder aus dem Vorstand. In geheimer schriftlicher Wahl - es wurde zu diesem Zwecke eigens eine Wahlkabine aufgestellt - erhielt Jensen zwölf von 17 Stimmen und wurde damit neuer Wehrführer. Jensen betonte, dass er den Zusammenhalt der Wehr bewahren will. Weiterhin kündigte er an, mehr Mitglieder gewinnen zu wollen und verstärkt auf die Jugend zu setzen.

Bei den Ehrungen wurde Heinz Boysen, seit nun 30 Jahre stellvertretender Wehrführer in Kopperby, für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr mit dem Brandschutzzeichen in Gold ausgezeichnet. Jeweils die Spange für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Otto Froloff (abwesend) und Karl-Heinz Hauschildt. Hau schildt hatte auch bei der Erstellung der Wehr-Chronik maßgeblich mitgewirkt.

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