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Schlei-Bote

17. August 2017 | 21:53 Uhr

Neuer Bürgermeister für Schleswig

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Thorsten Dahl abgewählt – Arthur Christiansen und Frank Neubauer in der Stichwahl / Spannendes Wettrennen um Platz 2

Um 21.28 Uhr am Sonntagabend stand das Ergebnis der Schleswiger Bürgermeisterwahl fest: Amtsinhaber Thorsten Dahl ist abgewählt, Dr. Arthur Christiansen (SPD, Grüne, SSW) und Frank Neubauer (CDU) gehen am 20. Oktober in die Stichwahl. Favorit ist Christiansen. Er erreichte 45,4 Prozent der Stimmen. Neubauer kam auf 22,1 Prozent und erreichte damit nur wenig mehr als Dahl, der 21,6 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte.

Es war spannend im Schleswiger Rathaus. Die Hauptrolle in diesem Wahlkrimi spielte allerdings nicht Sieger Christiansen. Schon nach der Auszählung des ersten Wahlbezirks (Hjort-Lorenzen-Schule) war klar, dass er alle Mitbewerber weit hinter sich lassen würde. Um 19.21 Uhr gab das Wahlamt im Ständesaal bekannt, dass er dort 45,2 Prozent erlangen konnte. Von diesem Zeitpunkt richtete sich der Fokus der Besucher stattdessen auf den Zweikampf zwischen Dahl und Neubauer. Fast eineinhalb Stunden hatte der Amtsinhaber gegenüber dem Polizeibeamten die Nase vorn, dann drehte sich das Blatt. Nach Auszählung von zehn der insgesamt 14 Bezirke lag Neubauer plötzlich um fünf Stimmen vorn. In den folgenden Minuten konnte er seinen Abstand noch kräftig vergrößern. In der Spitze lag er 122 Stimmen vor Dahl. Doch das letzte Wahllokal (Bezirk 14, Dannewerkschule) stand noch aus. Nicht wenige im Kreise der CDU zitterten, weil der Friedrichsberg gemeinhin als Dahl-Hochburg gilt. Und tatsächlich konnte der Bürgermeister hier noch punkten, konnte den Rückstand auf Neubauer um die Hälfte auf 60 Stimmen verringern, doch das reichte nicht mehr.

Die Wahlbeteiligung lag bei 66,8 Prozent und damit um etwa 50 Prozent höher als bei der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren. Das war jedoch erwartet worden und ist der Sogwirkung der Bundestagswahl zu verdanken. Dass der Amtsinhaber jedoch so wenig von seinem Amtsbonus profitieren konnte, wird mancher hingegen als Überraschung empfunden habe. Selbst in seiner Hochburg Friedrichsberg fuhr er als bestes Ergebnis lediglich 29,3 Prozent ein (Bezirk 14, Dannewerkschule). Das schlechteste Ergebnis bescherten ihm die Wähler im Bezirk 1 (Rathaus). Lediglich 17,3 Prozent machten ihr Kreuzchen hinter dem Namen Dahl. Mancher Holmer wird sich daran erinnert haben, dass Dahl es war, der den nächtlichen Musik-Umzug der Holmer Beliebung verbieten wollte. Im Bezirk Rathaus konnte übrigens Christiansen glänzen. 50,5 Prozent erreichte er hier. Sein bestes Ergebnis an diesem Abend.

Und dann gab es da noch zwei weitere Bewerber, die konsequent den ganzen Abend über keine Rolle spielten. Ingo Harder vom Bündnis für Bürger überzeugte 6,5 Prozent der Wähler. Noch schlechter schnitt der unabhängige Kandidat Ronny Haardt ab, der karge 4,6 Prozent für sich verbuchte.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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