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Kappeln : Neue Straße fürs Resort Olpenitz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Zusätzliche Häuser machen „Albatrosweg“ erforderlich. Keine Einwände gegen Verlegung des Vogelschutz-Zaunes.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 07:30 Uhr

Das Ostseeresort Olpenitz (ORO) wird eine neue Straße erhalten. Die Helma Ferienimmobilien als neuer Investor hat gegenüber gegenüber der ursprünglichen Port Olpenitz-Planung die Grundstücksgrößen auf Höhe des Nordhakens verkleinert. „Auf diese Weise erhöht sich die Zahl der Grundstücke um zehn bis zwölf “, sagte Elke von Hoff in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Bislang grenzten die Grundstücke nördlich der Straße „Am Yachthafen“ bis direkt an die Grenze des Feriendorfes zum Nordhaken hin. Nun wird eine zusätzliche Grundstücksreihe entstehen, sodass die neue Straße im Norden parallel zu der Straße „Am Yachthafen“ verläuft. Da es zwischen beiden Straßen eine Verbindung gibt, hätte es keines neuen Straßennamens bedurft. „Doch da hätte es sicherlich einige Verwechslungen gegeben, sodass uns diese Lösung besser gefiel“, sagte von Hoff. Der Investor entschied sich daraufhin für „Albatrosweg“ als Straßennamen. Der Bauausschuss stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu.

Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es ebenfalls um das Ostseeresort Olpenitz, genauer gesagt um den Prädatorenzaun am Nordhaken. Hierbei handelt es sich um einen mindestens zwei Meter hohen, engmaschigen aus Metallgitter bestehenden Zaun, der die seltenen Bodenbrüter unter den Vögeln vor Fuchs und Marder schützen soll.

Seit März 2012 ist auf dem Nordhafen auf einer Breite von 220 Metern ein provisorischer Elektrozaun zum Schutz der Vögel installiert. Der endgültige Standort des Prädatorenzaunes sollte ursprünglich 150 Meter südlich und damit in unmittelbare Nähe des Ferienhausgebietes rücken. Hier sah der Kieler Landschaftsarchitekt Uwe Herrmann im November ein hohes Konfliktpotenzial zwischen Ferienhausnutzung und Naturschutz (wir berichteten). Daraufhin hat der Bauausschuss damals eine Änderung des B-Planes Nr.65 „Port Olpenitz“ für den südlichen Bereich der Nordhalbinsel auf den Weg gebracht. Danach wird der endgültige Zaun an der Stelle entstehen, wo sich jetzt die provisorische Lösung befindet und damit 150 Meter weit von den Grenzen der Ferienhäuser entfernt. In dem Gebiet davor ist die Errichtung einer Vogelwarthütte mit Aussichtsplattform des Naturschutzvereins Jordsand vorgesehen.

Die mittlerweile erfolgte öffentliche Auslegung des Planungsentwurfes sowie die Stellungnahmen öffentlicher Behörden zu diesem Vorhaben haben laut Verwaltung keine nennenswerten Einwände ergeben. „Somit kann dieses Verfahren jetzt zum Abschluss kommen“, sagte Elke von Hoff. Bauausschussvorsitzender Volker Ramge (CDU) erinnerte daran, dass diese Lösung auch die Zustimmung der Naturschutzverbände finde. Die Ausschussmitglieder stimmten ohne Enthaltung und Gegenstimme für die „Abwägung und den Satzungsbeschluss“ dieser B-Planänderung. Dieser Beschluss wie auch die Entscheidung über den Straßennamen bedarf noch der Zustimmung der Stadtvertretung.

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