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Gorch-Fock-Schule : Neue Sporthallendecke wird teuer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Schulverband stellt 181.000 Euro zur Sanierung der Halle der Gorch-Fock-Schule bereit.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2015 | 08:30 Uhr

Vor zwei Wochen hat Barbara Scheufler, Leiterin der Gorch-Fock-Schule, die Schlösser zur Schulsporthalle austauschen lassen. Die Chance, dass jemand dort hinein gelangt, soll so gering wie möglich sein. Schon seit einer Weile rieselt Dämmmaterial von der Decke der Halle. Das Problem: Das Material wurde 1986 eingebaut, eine sogenannte technische Richtlinie gibt vor, dass bei Dämmstoffen, die vor 1996 Verwendung fanden, grundsätzlich von einer Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden muss (wir berichteten). In einer extra anberaumten Sitzung hat nun der Nahbereichsschulverband Geld bereitgestellt, um die Halle so schnell wie möglich wieder zugänglich zu machen.

Zunächst wurde jedoch der Finanz- und Bauausschuss des Schulverbandes tätig. Dessen Vorsitzender Helmut Andresen führte noch einmal die potenzielle Gefahr der Dämmwolle aus, die Verband und Verwaltung dazu gezwungen habe, die Sporthalle zu sperren. Schulleiterin Barbara Scheufler informierte das Gremium über die Sofortmaßnahmen, die die Schule ergriffen habe, um den Sportunterricht weiterhin zu gewährleisten. Spontan habe etwa der Hausmeister den früheren Physikraum freigeräumt, um dort Gymnastikübungen zu ermöglichen. Die Suche nach einer alternativen Halle gestaltete sich da schon etwas schwieriger. „Die Halle in Habertwedt kam nicht in Frage, da sie zu klein ist“, meinte Scheufler. Für Abhilfe sorgte das Gymnasium. „Selbstverständlich mache ich für euch die Halle frei“, zitierte Scheufler den stellvertretenden Schulleiter der Klaus-Harms-Schule, Dietmar Hilscher. Ab sofort also können die Grundschüler an zwei Tagen in der Woche die Halle im Hüholz nutzen – zunächst bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres im Februar. Für die Gorch-Fock-Schule hat das Konsequenzen: Die Sportstunden werden künftig als eine Doppelstunde statt als zwei Einzelstunden unterrichtet, um Schülern und Lehrern unnötige Wege zu ersparen. Ohnehin, so führte es Barbara Scheufler weiter aus, müsse der Stundenplan umgestaltet werden, zumal Kollegen auch in Habertwedt und Kieholm zum Einsatz kommen. „Das wird nicht ganz einfach“, so die Schulleiterin.

Dem Bauausschuss präsentierte Joachim Menge von der Bauverwaltung jetzt eine erste Kostenschätzung für die Sanierung der Sporthallendecke. Dazu gehören Abbruch, Entsorgung, Reinigung und der komplette Neuaufbau inklusive Dämmung – insgesamt 160.000 Euro. Auf Vorschlag von Helmut Andresen soll zusätzlich die Beleuchtung auf energiesparende LED-Leuchten umgerüstet werden – weitere 21.000 Euro. Danach sorgte Joachim Menge kurzzeitig für andächtige Stille im Gremium, als er ankündigte: „Mein Ziel ist es, die Halle Ende November fertiggestellt zu haben.“ Zwar wusste der Ausschuss dieses im positiven Sinne äußerst überschaubare Zeitfenster zu würdigen, gleichzeitig machte Verbandsvorsteherin Marta Kraft jedoch darauf aufmerksam, dass womöglich Chancen auf Zuschüsse bestehen. „Das muss vor der Ausschreibung geklärt sein“, forderte sie. „Ich möchte eine mögliche Förderkulisse nicht gefährden, indem wir vorzeitig anfangen. Dann kann ich auch bis Februar warten.“ Kämmerin Ute Sohrt erinnerte an das sogenannte Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, womit der Bund – mit einer Förderquote von bis zu 90 Prozent – die Bildungsinfrastruktur unterstützen möchte. Einziges Problem: Die Richtlinie ist nach Sohrts Worten in Schleswig-Holstein noch nicht beschlossen.

Ungeachtet dessen sprach der Bau- und Finanzausschuss einstimmig die Empfehlung aus, 181.000 Euro als überplanmäßige Finanzmittel für die Sanierung der Hallendecke bereitzustellen. Der Schulverband folgte dieser Empfehlung ebenfalls einstimmig und ermächtigte die Verbandsvorsteherin gleichzeitig, den entsprechenden Auftrag nach Prüfung einer Fördermöglichkeit zu vergeben. Damit sparte sich das Gremium eine weitere kurzfristige Sitzung zu dem Thema und erhielt den Gorch-Fock-Schülern die Hoffnung auf eine zügige Rückkehr in ihre angestammte Sportstätte aufrecht.

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