DLRG-Station Norgaardholz : Neue Räume für Rettungsschwimmer

Beschlossen: An der Seebadeanstalt Norgaardholz sollen für 127  000 Euro neue Unterkünfte für Rettungsschwimmer gebaut werden.
Beschlossen: An der Seebadeanstalt Norgaardholz sollen für 127 000 Euro neue Unterkünfte für Rettungsschwimmer gebaut werden.

In Norgaardholz werden 127.000 Euro in die DLRG-Station investiert. Der Amtsausschuss diskutierte heftig über die Notwendigkeit.

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27. Dezember 2014, 13:30 Uhr

Als es um die Ersatzbeschaffung eines Motorrettungsbootes für die DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg und den Bau von Unterkünften für die Rettungsschwimmer der DLRG-Station Norgaardholz ging, beantragte Sterups Bürgermeister Wolfgang Rupp die Absetzung von der Tagesordnung. Die Begründung: Es gebe viele unaufschiebbare kostspielige Vorhaben. Und angesichts der Tatsache, dass beispielsweise seine Gemeinde die Haushaltsenden nicht mehr zusammenbekomme, müsse sehr sorgfältig abgewogen werden, ob diese beiden Investitionen dazu gehören. Rupp erklärte, er wolle die Notwendigkeit der Vorhaben nicht bestreiten, doch seien sie seiner Ansicht nach nicht unaufschiebbar.

Rupps Bedenken fanden kein Gehör: Der Amtsausschuss behandelte die Anträge und stimmte ihnen auch zu. Für das neue Rettungsboot der DLRG werden 38.230 Euro bereitgestellt. Der Erweiterungsbau für die DLRG-Station in Norgaardholz – neue Unterkünfte für die Rettungsschwimmer – schlägt mit 127.000 zu Buche. Als das Projekt vor einem Jahr beschlossen und wieder zurückgestellt wurde, war noch von 90.000 Euro die Rede.

Der Vorsitzende des Bauausschusses erklärte dazu: „Wenn wir das für 127.000 Euro hinkriegen, sollten wir uns das erlauben.“ Das war das Stichwort für Wolfgang Rupp. Er bezweifelte, dass das Amt sich diese Investition zum gegenwärtigen Zeitpunkt erlauben könne. Die Unterkünfte werden während der Saison 45 Tage im Jahr genutzt – da könnte man für das Geld viele Jahre lang Ferienwohnungen für die Wachgänger anmieten, argumentierte er. Dem schloss sich sein Bürgermeister-Kollege Heiner Iversen aus Ahneby an. Volker Lippert, Bürgermeister von Nieby, brachte das Aufstellen von gemieteten Wohncontainern ins Spiel. Hans-Heinrich Franke aus Hasselberg hingegen plädierte dafür, die 127.000 Euro in die Hand zu nehmen, um „etwas Ordentliches“ zu schaffen.

So sah es auch Dirk Lorenzen-Post, stellvertretender Bürgermeister von Steinbergkirche. Wenn man den Wachgängern keine adäquate Unterbringung biete, würden sie nicht kommen. Das stehe im Widerspruch zur Sicherheit an den Stränden und damit auch des Tourismus. Herbert Petzel aus Sterup wiederum merkte an, es stehe in keiner Relation, für knapp 60 Quadratmeter fast 130.000 Euro hinzublättern.

Bei fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung entschied die 14-köpfige Mehrheit, das Vorhaben auf den Weg zu bringen. Nun kann die DLRG Norgaardholz darauf hoffen, zur Saison 2015 auswärtigen Rettungsschwimmern endlich akzeptable Unterkünfte zur Verfügung stellen zu können.

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