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Wechsel in der Kappelner Stadtverwaltung : Neue Leitung – alter Teamgeist

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In der vergangenen Woche wurde Helga Lorenzen nach 47 Dienstjahren verabschiedet – jetzt übernimmt Inken Nehmdahl Aufgaben und Büro.

Kappeln | Mit einem ruhigen Gewissen in den Vorruhestand gehen, das konnte Helga Lorenzen in der vergangenen Woche. „Ich bin sehr froh, dass Inken Nehmdahl meine Nachfolgerin wird. Wir haben toll zusammengearbeitet“, sagt sie. Und auch Inken Nehmdahl freut sich über den neuen Posten als Fachbereichsleiterin für das Fachgebiet „Ordnung und Soziales“. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagt die 35-Jährige.

Im August 1999 hat Inken Nehmdahl als Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten im Kappelner Rathaus angefangen. Sie konnte die Ausbildung verkürzen, arbeitete – zunächst befristet – im Sozialamt und konnte anschließend zwischen einer Stelle im Sozialzentrum des Kreises oder im Ordnungsamt wählen. „Ich hab mich für das Ordnungsamt entschieden. Seitdem arbeite ich hier“, beschreibt sie. Sie legte die Prüfung für den gehobenen Verwaltungsdienst ab und war bereits zehn Jahre lang die Stellvertreterin von Helga Lorenzen als Fachbereichsleiterin für Ordnung und Soziales. Nun darf sie auch in das Büro umziehen. „Es ist das schönste hier im Haus“, hatte Helga Lorenzen geschwärmt. An dem kleinen Tisch in dem hellen Raum werden einmal pro Woche, immer am Mittwoch, die Dienstbesprechungen abgehalten. „Da sagt jeder, was ihm auf der Seele liegt, aber da wird auch mal herzhaft gelacht“, sagt Inken Nehmdahl. Sie übernimmt eine gut funktionierende Abteilung, ein eingespieltes Team von 15 Mitarbeitern. „Es läuft hier nicht nach den Prinzip „Einer ist der Chef.“ Wir haben hier viel Publikumsverkehr, da ist es wichtig, dass einer für den anderen da ist und einspringen kann“, beschreibt Nehmdahl. „Hier ist jeder wichtig.“ Natürlich werde es Veränderungen geben, ganz automatisch. Denn das Team verjüngt sich, die Arbeitsprozesse werden digitalisiert, aber sie werden auch weiterhin, daran arbeiten, den Menschen, die mit ihren Anliegen kommen, wirklich zu helfen. „Bürgerzufriedenheit ist hier kein Schlagwort“, hatte Helga Lorenzen gesagt. „Hier kommen viele Menschen, hinter jedem steckt ein Schicksal. Viele schwierige Gespräche werden geführt, aber wir möchten die Menschen so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten“, erklärt Inken Nehmdahl.

Inken Nehmdahl wohnt mit ihrem Sohn Rune (2) und ihrem Lebensgefährten in Gelting. Dass ihr Partner David mit Nachnamen auch Lorenzen heißt, ist Zufall. „Ja, er ist nicht mit Helga verwandt. Aber es gibt schon Witze darüber, dass ich ja auch privat mal Frau Lorenzen werde und eigentlich nicht einmal das Namensschild am Büro geändert werden muss“, sagt sie und lacht. „Es ändert sich also quasi fast nichts.“

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erstellt am 04.Aug.2017 | 07:00 Uhr

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