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Marketing-Initiative „Wir für uns“ : Neue Impulsgeber für die Marke Kappeln

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Bilanz der Kampagne des Wirtschaftskreises fällt nach dem erstem Jahr positiv aus. Der Touristikverein ist das neuste Mitglied.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 19:04 Uhr

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass die Marketing-Initiative „Wir für uns“ des Wirtschaftskreises „Pro Kappeln“ (WPK) an den Start ging. Eine erste Bilanz ist also angebracht, zumal sich der WPK-Vorsitzende Stefan Lenz seinen Vereinsmitgliedern gegenüber ausgesprochen beeindruckt von der Kampagne gezeigt hat. „Ich hätte nicht gedacht“, hatte Lenz anlässlich der WPK-Versammlung im vergangenen Monat gesagt, „dass es so gut läuft“. Davon zeugen die mittlerweile 80 Unternehmen, die sich finanziell an der Initiative beteiligen. Und jetzt hat sich mit dem Touristikverein auch noch der erste Verein gefunden, der in den gemeinsamen Topf einzahlt. Für WPK-Vorstandsmitglied Lars Meyborg der Beginn einer kleinen Erfolgsgeschichte.

„Es ist nicht so, dass wir in der Vergangenheit nicht auch gemeinsame Aktionen bewerkstelligt haben“, sagt Meyborg mit Blick auf die Kappelner Kaufmannschaft. Das Marketing-Paket allerdings erlaubt so etwas wie eine verlässliche Planung, eine Voraussicht, und im Idealfall ermöglicht es sogar ein noch engeres Netzwerk. Denn: „Es geht darum, Stärken zu bündeln und das vorhandene Geld gezielter zu nutzen“, erklärt Meyborg. Das Prinzip: Jeder Betrieb zahlt pro Quartal einen Beitrag, den er selber festlegt. Aktuell liegen die Summen bei minimal 45 bis maximal 340 Euro. „Die Freiwilligkeit steht an oberster Stelle“, sagt Meyborg. Auf diese Weise kam im ersten Jahr ein Budget vom 25.000 Euro zusammen. Meyborg: „Und damit kann man schon etwas auf die Beine stellen.“ Beispiele aus diesem Jahr: Open-Air-Kino, Steckrübentage. Weihnachtsaktionen, überregionale Werbung, Beteiligung an Fischmärkten und Heringstagen. All das geschieht, das betont Meyborg, in enger Abstimmung mit der Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK).

Zur Planung trifft sich der Marketingkreis mehrmals im Jahr. Man lotet Möglichkeiten aus, verständigt sich auf gemeinsame Ziele, trägt Ideen in die Gemeinschaft. „Und wir sind immer auf der Suche nach neuen Impulsen“, sagt Lars Meyborg. Die könnte künftig der Touristikverein beitragen. Der Vorsitzende Ingwer Hansen will dafür unter anderem die enge Bande zu Gelting nutzen. „Die Symbiose von Natur, etwa auf der Geltinger Birk, und Einkaufserlebnis in Kappeln ist ideal“, sagt Hansen, der das Engagement seines Vereins für das Marketingpaket auch als Dank an die Wirtschaft verstanden wissen will. „Der Tourismus hätte sich ohne die Einkaufsstadt Kappeln nicht so gut entwickeln können“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Tourismus und Wirtschaft gehören zusammen, da wollten wir auch einfach mal ein Zeichen setzen.“ Und vielleicht auch gleich eine ganz konkrete Idee einbringen. Hansen: „Ich finde ja, dass so etwas wie eine Veranstaltungsmuschel fehlt. Etwas, wo Konzerte unabhängig vom Wetter stattfinden können.“

Lars Meyborg ist dankbar für solche Gedankenspiele, spricht von einem Anschub, der wichtig sei, denn: „Alleine schafft der Wirtschaftskreis das nicht.“ Er baut auf weiter wachsende Synergien und darauf, dass der Touristikverein Vorbild für andere sein kann. „Wir haben schon ein buntes Feld an Betrieben, die in das Paket einzahlen“, sagt Meyborg und nennt Handwerker, Gastronomen, Ferienwohnungsvermieter, Steuerberater. „Es wäre schön, wenn beispielsweise auch die maritime Wirtschaft mitmacht.“ Als Ziel fürs neue Jahr gibt Meyborg jedenfalls aus, die 100er-Marke zu knacken. Je größer die Zahl der Einzahler ist, desto stärker wächst der Handlungsspielraum – das ist die simple, aber effektive Rechnung der Marketing-Initiative.

In diesem Jahr hat die Initiative nicht ihr gesamtes Budget ausgegeben und so schon mal die finanzielle Grundlage für das neue Jahr geschaffen. Dann soll der Fokus unter anderem auf dem Internet liegen und darauf, wie Kappeln, die örtliche Wirtschaft und städtische Ereignisse vielleicht besser zu finden sind. Außerdem soll die Stadt mit Strandkörben mehr maritime Atmosphäre erhalten. Und daneben bleiben, dank der Planungssicherheit durch das Marketing-Paket, genug Wege, auch kurzfristig zu reagieren und für das ein oder andere Highlight in der Stadt, für ihre Bürger und ihre Besucher zu sorgen.

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