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Mühle „Amanda“ in Kappeln : Neue Ideen für „Amandas“ Vorgarten

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ein Kappelner Architekt soll ein Konzept erarbeiten, um das Umfeld der Mühle touristisch aufzuwerten.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 07:00 Uhr

Das Umfeld der Kappelner Mühle „Amanda“ steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Während in der jüngeren Vergangenheit immer wieder das Thema Brandschutz im Zusammenhang mit dem 128 Jahre alten Bau diskutiert wurde, wuchsen gleichzeitig die Bereitschaft und der Wunsch, das Gelände in der Schleswiger Straße derart zu verwandeln, dass daraus so etwas wie eine kleine touristische Hochburg mitten in der Innenstadt werden könnte. Jetzt hat die Stadt einen maßgeblichen Schritt in eben diese Richtung getan: Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Touristik sprach sich einstimmig dafür aus, von externer Stelle eine Konzeptstudie zur Nutzung der Mühle und des gesamten Umfeldes erarbeiten zu lassen. Ziel: Das Areal soll gestalterisch und touristisch aufgewertet werden.

Es sind mehrere, voneinander unabhängige, aber dennoch zueinander passende Optionen, die sich auf dem Mühlenumfeld abspielen könnten und die in der Vergangenheit immer wieder Erwähnung fanden – Touristinformation, Trauzimmer, Stadtmuseum lauten die drei bekannten Schlagworte. Basierend auf den grundsätzlichen Überlegungen, das Gelände zu überplanen, hat jüngst ein Ortstermin stattgefunden, darunter mit Vertretern von Stadt und Kreis sowie dem Kappelner Architekten Gregor Sunder-Plassmann. Dieser hat nun ein Angebot eingereicht, aus dem die Kosten zur Erarbeitung der Studie hervorgehen.

Volker Ramge (CDU) nannte die geplante Studie „in der Sache richtig“, da die Mühle ein wesentlicher Punkt für Kappeln sei. Aber: „Uns ist es wichtig, dass diese Studie inhaltlich so weit und so offen wie möglich gestaltet wird“, sagte Ramge. Ob nun mit oder ohne Museum sollte dabei keine übergeordnete Rolle spielen. Lars Asmussen (Grüne) wollte derweil wissen, ob der grundsätzliche Gedanke, die Touristinfo auf dem Mühlenumfeld zu belassen, mit der Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS) als Betreiberin abgesprochen sei. Die OFS hatte in der Vergangenheit häufiger den Hafen als idealen Standort einer Touristinfo ins Feld geführt. Rainer Molls (SPD) Antwort auf Asmussens Frage fiel kurz aus: „Die haben sich daran gewöhnt.“

Dass bei der OFS offenbar sogar mehr als der reine Gewöhnungseffekt eingetreten ist, legte Max Triphaus auf Nachfrage dar. „Man muss einfach sehen, was realistisch ist und wo etwas gestaltet werden kann“, sagte der OFS-Geschäftsführer. „Und an der Mühle kann eine Menge gestaltet werden.“ Auch Triphaus hielt die Aufwertung des Geländes für erforderlich – „und wenn das geschieht, ist es ein guter Standort für die Touristinformation“. Jedoch nicht unmittelbar in der Mühle, weil dort eben die bekannten Aspekte wie Brandschutz und Barrierefreiheit nur mit sehr viel Aufwand oder gar nicht umgesetzt werden können. Und Triphaus signalisierte die Bereitschaft, sich bei der Überplanung des Bereichs mit einzubringen. Die für die Erstellung der Konzeptstudie erforderlichen 25.000 Euro sollen außerplanmäßig im zweiten Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

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