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Einweihung : Neue Heimat für die Gemeindewehr

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Hasselbergs Gemeindewehr weihte jetzt den 252 Quadratmeter großen Gerätehaus-Neubau in Kieholm ein. Jetzt fehlt den Brandschützern nur noch ein neues Fahrzeug.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2014 | 07:30 Uhr

Das sei ein großer Tag für die Gemeinde, ihre Feuerwehr und auch für ihn persönlich. So freute sich Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke angesichts der Schar von Brandschützern, Kommunalpolitikern aus dem ganzen Amt Geltinger Bucht sowie Vertretern von Vereinen und Verbänden. Sie waren gekommen, um die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses zu feiern. Um all die Gäste beherbergen zu können, waren die Fahrzeuge kurzerhand aus dem Gebäude herausgefahren worden – und da wurde die gesamte Größe des Hauses am „Kieholmer Hafen“ deutlich: 252 Quadratmeter, wobei auf den Fahrzeug-Part 100 und auf den Schulungsraum 76 Quadratmeter entfallen. Die Baukosten hat die Gemeinde mit 370.000 Euro eingeplant – für Hasselberg eine kreditfinanzierte Investition. Und schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Kosten nicht überschritten werden, sondern eine finanzielle Punktlandung gelingen wird.

Die Chronologie des Hausbaus ist verbunden mit der Zusammenlegung der bisherigen drei Ortswehren zu einer Gemeindewehr, wie es sie seit September vergangenen Jahres gibt. Franke erinnerte an die ersten Gespräche über die Zukunft der Wehren – das war 2005. Zwei Jahre später beantragte die Ortswehr Gundelsby die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges – ein weiterer Denkanstoß für die Zusammenlegung der Ortswehren Gundelsby, Hasselberg und Schwackendorf. Gebildet wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern aller drei Wehren mit dem Ziel, ein zukunftsorientiertes Konzept zu erarbeiten. 2009 kam das für Gundelsby neue wasserführende Fahrzeug – ein gebrauchter Wagen, der jedoch nicht in das vorhandene Gerätehaus passte und in der Kieholmer Schmiede untergestellt wurde. Klar, dass ein neues Gebäude her musste. Da machte die Gemeindevertretung Nägel mit Köpfen und beschloss im Mai 2013 den Neubau.

Das Ergebnis fand nun allgemeine Anerkennung: zentral in der Gemeinde an der B 199 gelegen, ansehnlich, solide, gute handwerkliche Arbeit. Ein ganz besonderes Lob galt Architekt Matthias Wohlenberg aus Eckernförde, der den Schlüssel für das neue Haus an Franke übergab, der diesen gleich an Gemeindewehrführer Daniel Johnsen weiterreichte. Dieser hielt mit seiner Freude nicht hinterm Berg. Die Gemeindewehr Hasselberg zählt seinen Worten zufolge 60 Aktive, darunter drei Frauen. Das neue Haus, so Johnsen, sei nicht nur das modernste im Amtsbereich, sondern auch die ideale Basis für Ausbildung und Kameradschaft. Und weil die Wehr sich nicht nur dem Löschen, Retten, Bergen und Schützen verschrieben habe, werde es – so des Wehrführers Zusage – auch mancherlei Veranstaltung rund ums Feuerwehrhaus für die Bürger geben. Mit Blick auf den Bürgermeister und dessen Gemeindevertreter-Riege sagte Johnsen: „Vielen, vielen Dank.“ Und wenn nun auch noch bald ein wirklich neues wasserführendes Löschfahrzeug kommt, dann, so der Wehrführer, sei alles perfekt.

Amtsvorsteher Thomas Johannsen verteilte ebenfalls Lob. „Dass die Gemeinde dieses stattliche und dem Bedarf entsprechende Haus gebaut hat, zeigt, wie sehr ihr die Feuerwehr am Herzen liegt“, sagte er. Johannsen erinnerte daran, dass die sanitären Anlagen auch von den Besuchern der nahegelegenen Touristinformation genutzt werden können. Dafür habe das Amt einen Investitionszuschuss bewilligt. Und auch Amtswehrführer Gert Clement gratulierte. Er sprach von einem „gelungenen Bau“ und hielt es mit Blick auf ein neues Fahrzeug mit dem plattdeutschen Sprichwort „Niee Döören, niee Gören“ – soll heißen: neue Türen, neue Kinder. In diesem Fall: ein neues Löschfahrzeug im nächsten Jahr.

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