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Hochzeit in Kappeln : Neue Gesichter im Standesamt

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kappeln hat zwei neue Standesbeamtinnen bekommen. Damit setzt die Stadt weiter auf den Hochzeitstourismus, zumal die Nachfrage nach Trauungen in der Mühle “Amanda“ groß ist.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Nachdem eine Standesbeamtin Kappeln in Richtung Berlin verlassen und eine andere sich in Mutterschutz begeben hat, war die Stadt bei ihrer Suche nach Nachfolgerinnen vor Kurzem erfolgreich. Mit Kerstin Bruhn (32) aus Böel und Annika Bartels (25) aus Süderbrarup hat Kappeln seit wenigen Wochen zwei neue Standesbeamtinnen.

Das ist für die Stadt wichtig, denn Kappeln ist als Hochzeitsort gefragt. Die Atmosphäre im Standesamtszimmer im dritten Stock der Mühle „Amanda“ ist beliebt. 105 Trauungen wurden im vergangenen Jahr in Kappeln vollzogen, und auch dieses Jahr werden es ähnlich viele sein. „Wir können gar nicht alle Paare annehmen, die bei uns heiraten wollen“, sagt Helga Lorenzen vom Amt für Ordnung und Soziales. Das Hochzeitszimmer ist das einzige Kappelner Standesamtszimmer. Darum fallen keine zusätzlichen Gebühren für die Hochzeitspaare an. Und den hochprozentigen „Mühlengeist“ gibt es obendrauf für das Brautpaar und dessen Eltern.

Bei ihrer Einstellung wurden Kerstin Bruhn im Juli und Annika Bartels bereits im August von Kappelns stellvertretenden Bürgermeister Matthias Mau in ihr Amt eingeführt. Mau überreichte ihnen nun auch die Ernennungsurkunden. Seitdem ist der für die beiden charmanten Damen der „Hochzeitsbürgermeister“.

Mit den beiden Neuen hat Kappeln jetzt vier Standesbeamtinnen. Für den Notfall stehen noch Helga Lorenzen und Carina Bellinghausen zur Verfügung. Bruhn und Bartels sind Verwaltungsfachkräfte. Kerstin Bruhn hat ihre Ausbildung in Flensburg absolviert, Annika Bartels in Friedrichskoog. Beide haben sich nach Kappeln beworben, wurden auch für den Bereich „Ordnung und Soziales“ genommen. Anschließend haben sie sich in der Akademie für Standesamts- und Personalwesen in Bad Salzschlirf/Hessen durch einen zweiwöchigen Lehrgang als Standesbeamtinnen qualifiziert.

Künftig werden die beiden, die selbst noch unverheiratet sind, jeden Mittwoch und Freitag jeweils um 10, 11 und 12 Uhr sowie an jedem letzten Sonnabend eines Monats Trauungen in der Kappelner Mühle vornehmen. Kürzlich war Kerstin Bruhn bereits zum zehnten Mal in Kappeln als Standesbeamtin tätig. Am gleichen Tag war es für Annika Bartels die erste Trauung in Eigenregie. „Anschließend war ich erleichtert“, erklärte sie freudestrahlend.

Wie Matthias Mau, der die beiden Damen vorstellte, erklärte, soll versucht werden, die Mühle für Hochzeitspaare attraktiv zu gestalten und sie noch bekannter zu machen. Darum freue er sich, dass durch die Fortbildung jetzt zwei neue hochmotivierte und charmante Standesbeamtinnen in der Mühle arbeiten. Das sei wichtige. „Denn Kappeln ist bekannt, was Hochzeiten anbelangt“, sagte Mau. 70 Prozent der Paare kommen von außerhalb, die sich dann häufig hier auch einmieten und essen. Helga Lorenzen: „Das ist dann auch für Kappeln als Tourismusstandort schön.“

Nach der Vorstellung der beiden Standesbeamtinnen gab es noch ein Foto mit Andrea und Arndt Drewes aus Greven. Beide waren wenige Minuten zuvor von Kerstin Bruhn getraut worden. Dafür waren sie mit dem Schiff nach Kappeln gekommen. Die Hochzeitsfeier allerdings findet am Damper Strand in einem Großzelt statt.


>Wer in der Mühle heiraten möchte, braucht sich dafür nur beim eigenen Standesamt oder direkt im Kappelner Rathaus (Tel. 0 46 42 / 1 83 79) anzumelden. Noch gibt es freie Termine im November und Dezember.

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