Maasholm : Neue Brücke wird später fertig

Der Bau der neuen Schumacherbrücke ruht derzeit – schon jetzt ist klar, dass sich die Fertigstellung deutlich verzögern wird.
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Der Bau der neuen Schumacherbrücke ruht derzeit – schon jetzt ist klar, dass sich die Fertigstellung deutlich verzögern wird.

Der Mangel an Anlegeplätzen stellt die Gemeinde Maasholm vor Probleme. Frühestens im Juli sollen die Arbeiten an der Schumacherbrücke beendet sein.

shz.de von
11. April 2018, 10:00 Uhr

„Unvorhersehbares“ – davor hat sich Maasholms Bürgermeister Kay-Uwe Andresen beim Neubau der Schumacherbrücke gefürchtet – und dieser Fall ist nun eingetreten. Der Bau, der mit 1,3 Millionen Euro durch die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert wird und den die Gemeinde mit fast 890.000 Euro mitfinanzieren muss, verzögert sich deutlich. War dafür bisher Mitte Mai angepeilt worden, so steht als neuer Termin nun Anfang Juli im Raum und das bringt erhebliche Probleme mit sich.

Auf der Baustelle im Hafen herrscht derzeit relative Ruhe. Kran und Ramme sind nach den Worten des Bürgermeisters vorübergehend abgezogen worden, kehren erst am 24. April nach Maasholm zurück. Festgestellt wurde, dass die alten Pfähle nicht einfach aus dem Hafenbecken herausgezogen werden können. Das würde das Sediment am Grund durcheinander bringen und da könnten die anstehenden Ramm-Arbeiten schiefgehen.

Was den Neubau zeitlich zurückwirft, seien die Stahlbetonjoche, deren Herstellung – sie müssen gegossen werden – sehr zeitaufwendig ist, so Kay-Uwe Andresen. Erst wenn der Prüfstatiker sein Einverständnis gebe und die Joche einen „grünen Stempel“ erhalten, könne es weitergehen. Die zeitliche Verzögerung bringt für die Gemeinde erhebliche Probleme, denn die Saison der Skipper steht an und die wünschen Liegeplätze. Doch da könnte es sehr eng werden, so Andresen.

So liegt beispielsweise der Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“, dessen angestammter Liegeplatz die Schumacherbrücke war, derzeit an Steg G. Hinzu kommt die Schleischifffahrt, die jetzt ihren Betrieb wieder aufnimmt. Probleme, die irgendwie gelöst werden müssen. Bürgermeister Andresen bleibt nur die Hoffnung, dass der 1. Juli als Fertigstellungstermin eingehalten werden kann.

Bei seinen Mitteilungen ging Kay-Uwe Andresen auch auf die Breitbandversorgung der Gemeinde mit Unterstützung des Breitband-Zweckverbandes ein, mit dem Anspruch, Glasfaser bis in jedes Haus zu verlegen. Voraussetzung für die „Investition in die Zukunft“ sei, dass sich die Bürger der Gemeinde zu 60 Prozent an dem Vorhaben beteiligen. In dieser Sache wird es am 24. April eine Informationsveranstaltung in Maasholm geben. Er werbe für das Vorhaben, damit die Gemeinde „nicht abgehängt wird“ , so der Bürgermeister.

Eigentlich hatte es während der Sitzung auch um den Entwurf einer Außenbereichssatzung für das Gebiet „Instensiedlung Gut Oehe“ gehen sollen. Doch dieser Punkt wurde von der Tagesordnung abgesetzt, weil „dazu noch nicht alle befragt wurden, die zu befragen sind“, erklärte Andresen.

Zustimmung fand der Wirtschaftsplan 2018 für den Eigenbetrieb Hafen. Bei Erträgen von 773.500 und Aufwendungen von 687.500 Euro wird ein Jahresüberschuss von 86.000 Euro erwartet.

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