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Schlei-Bote

19. Oktober 2017 | 18:46 Uhr

Bohnert : Neonazis bedrohen Familie

vom

Rechtsradikale Unruhen am Vatertag / Kripo ermittelt / Bürger wollen sich wehren

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 07:20 Uhr

Rieseby | Sie warfen Böller und Knallkörper auf ein Bohnerter Grundstück, zeigten den Hitler-Gruß und bedrohten laut Zeugen die junge Familie, die dort wohnt. Eine Gruppe von zwölf bis 15 Männern sorgte am Donnerstag in dem Riesebyer Ortsteil für Unruhe. Für Karl Walther, der das Treiben verfolgte, war das kein "dummer Jungenstreich" , sondern eine geplante Aktion. "Auf dem Fahrradweg ein Stück weiter oben in Richtung Teichkoppel warteten zwei Fahrzeuge auf die Gruppe", so Walther. Einige der Männer hätten ihre Rucksäcke in einen grünen Lieferwagen geworfen.

Wie Sönke Hinrichs von der Polizeidirektion Neumünster gestern mitteilte, sei die Gruppe bereits in Kosel auffällig geworden. Dort hätten sie eine Frau aufs Übelste beschimpft, die darauf die Polizei alarmierte. Als die Polizei die Männer in Bohnert antraf, widersetzten diese sich erst der Ausweiskontrolle, darauf forderte die Polizei Verstärkung an. Wie Hinrichs mitteilte, wurden von zwei Personen die Personalien aufgenommen. Diese seien den Behörden auch schon bekannt. Die Kripo ermittelt zudem wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. "Die Stimmung war sehr aufgeheizt", so Hinrichs. Wie Walther berichtete, sei sogar Tränengas zum Einsatz gekommen, es sei auch zu Rangeleien gekommen. "Ein Mann aus der Gruppe, der auch aus Rieseby kommt, hielt ständig Handy kontakt", so Walther, sie berichteten laufend von dem Polizeieinsatz. "Mit wurde auch gedroht", so der

58-Jährige. "Wenn sie Angst verbreiten wollen, ist ihnen das gelungen."

"Wir werden auf jeden Fall eine Telefonnotfallliste erstellen, damit wir entschlossen neue Übergriffe abwehren können", sagte Walther. Denn die Polizei aus Eckernförde brauche etwas Zeit, bevor sie in Rieseby sei. "Nachbarschaftshilfe ist jetzt gefragt", forderte Walther in einem Rundschreiben, das er im Dorf verteilte.

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