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Pommerby/Kappeln : Naturschützer setzen auf die Jugend

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nabu Ostangeln und Nabu Kappeln/Schwansen gründen Nachwuchsorganisation. Nieby lehnt Senkung der Benutzungsgebühren für Falshöfter Gemeindesaal ab.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 10:45 Uhr

Der Nabu Ostangeln hat die Jugendarbeit in den Fokus genommen – und dies „grenzüberschreitend“. Wie Vorsitzende Dagmar Struß aus Kappeln anlässlich der Jahresversammlung mitteilte, nennt sich die Nachwuchsgruppe „Naturschutzjugend Angeln und Schwansen (Naju)“, denn auch der Nabu Kappeln-Nordschwansen zählt zu den Mitbegründern.

Ein vielversprechender Anfang wurde bereits mit den 14 jungen Teilnehmern „aus allen Ecken des Kreises Schleswig-Flensburg“, so Struß, gemacht. So suchten die Kinder im Winter unter anderem an den Küsten nach Fossilien und bauten in einer Tischlerei Nistkästen für Meisen. Wegen des großen Einzugsbereichs, aus dem interessierte Kinder und Eltern kommen, will sich der Nabu bemühen, den Ort für die gemeinsamen Aktionen öfter zu wechseln – und das nicht nur der Fahrkosten wegen.

Der Vorsitzenden und allen Mitgliedern stand die Freude über den gelungenen Neustart ins Gesicht geschrieben. Weniger erfreut war der Nabu Ostangeln darüber, dass die Gemeinde Nieby den Antrag auf eine Senkung der Benutzungsgebühren im Falshöfter Gemeindesaal neben der Integrierten Station „Geltinger Birk“ abgelehnt hat. „Da der Nabu sich lediglich von neun Prozent der Mitgliedsbeiträge sowie aus Spendengeldern finanziert, soll dieses Geld den FÖJ-Stellen und dem Naturschutz allgemein zur Verfügung stehen“, betonte Dagmar Struß. Laut Vorstandsbeschluss werden Vortragsveranstaltungen und Sitzungen des Nabu nun nicht mehr in Falshöft, sondern überwiegend im Pommerbyer Gasthof „Möwe Jonathan“ stattfinden.

Der Nabu Ostangeln als öffentlicher Träger mischt sich weiterhin mit eigenen Stellungnahmen im Rahmen seines vom Gesetzgeber vorgesehen Auftrages in kommunale oder private Groß-Planungen und Bauprojekte ein, mal positiv, mal kritisch. Dabei kamen die Vorbehalte gegen die Planung von Wasserhäusern (Hausbooten) in Wackerballig rückblickend zur Sprache, ebenso die – laut Nabu Ostangeln – „gravierenden Eingriffe in die Natur“, die beim Kappelner Projekt „Schleiterrassen“ direkt an und auf der Schlei befürchtet werden. Positive Resonanz hingegen findet bei den Umweltschützern ein Vorhaben zur Umgestaltung an der Lippingau: Bei Stobdrup soll ein neuer Zufluss zu diesem großen Vorfluter entstehen. Hans Knöll, Betreuer des Schutzgebietes in Holnis, berichtete von dem gemeinsamen Projekt „Fördesteig“ der Nabu Gruppen Flensburg und Ostangeln. Hierbei handelt es sich um die bereits recht fortgeschrittene Planung eines Wanderweges entlang der Flensburger Förde von Krusau bis Falshöft, auf dem Einheimische wie Touristen Landschaft und Natur genießen können.

Diplom-Biologe Nils Kobarg, Leiter der Integrierten Station Geltinger Birk, informierte über Neuigkeiten von der Birk. Nach der erfolgten Vernässung weitläufiger Niederungen haben seinen Worten nach schon etliche Vogelarten die entstandenen Wasserflächen für sich „erobert“. Auch Rinder und Wildpferde haben sich schnell auf die neue Situation umgestellt. Kobarg ergänzte: „Nun warten Experten wie Naturfreunde auf die ersten Überraschungen, die Flora und Fauna mit der Entstehung der neuen Salzwiesen hervorbringen werden.“

Bei den Wahlen wurden die stellvertretende Vorsitzende Birgitt Jessen-Braun, Schriftführerin Antje Willers sowie die Beisitzer Kai Stemmler, Gerhard Herchet und Michael Fischer einmütig in ihren Ehrenämtern bestätigt.


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