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Lieblingsorte – Lieblingsplätze : Natur, Strand und alles, was man braucht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Roswitha Bibelwitz zeigt, was ihre Gemeinde Damp alles zu bieten hat.

Was verbindet Menschen mit dem Ort, in dem sie leben? Welche Erinnerungen wer- den wach? Und an welche Lieblingsplätze kehren sie gern zurück? Mit alteingesessenen Bürgern machen wir einen Spaziergang durch ihre Heimatgemeinde. In dem ersten Teil der Serie führt uns Roswitha Bibelwitz durch Damp.

„Einer der Orte, der mir sehr wichtig ist und an dem ich immer gern bin, das ist unsere evangelische Kindertagesstätte“, sagt Roswitha Bibelwitz und lacht. Nicht nur weil es für die Gemeinde so schön und wichtig ist, dass junge Familien mit kleinen Kindern sich hier ansiedeln, sondern auch, weil sie zu den Gründungsmitgliedern gehört, die die Einrichtung vor fast 40 Jahren mit aufbaute, verfolgt sie die Entwicklung des Kindergartens mit viel Interesse. 68 Kinder in fünf Gruppen werden in den Räumen an der ehemaligen Grundschule am St.-Johannes-Stift inzwischen betreut. Zurzeit haben zwei Gruppen davon ihr helles und buntes Reich in einigen Containern, weil die Einrichtung sich vermehrt auf die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren einstellt und entsprechend erweitert wird. „Die Erzieherinnen hier sind alle so liebevoll. Es gelingt ihnen, jederzeit eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen“, schwärmt Bibelwitz, die 24 Jahre im Kirchenvorstand mitarbeitete.

Direkt gegenüber am St.-Johannes-Stift liegen die schönen alten Häuser, deren Gelb hell in der Sonne leuchtet. „Sie gehören alle zum Gut Damp der Adelsfamilie zu Reventlow. Dort durften früher die Arbeiter des Gutes ihren Lebensabend verbringen“, berichtet die 69-Jährige weiter. Heute werden die teilweise Reet gedeckten Katen unter anderem als Zweitwohnsitz vermietet. Neben der Kapelle des Stiftes ist ein ambulanter Pflegedienst untergebracht. Die Kapelle selbst wird ebenfalls von der Familie zu Reventlow erhalten und betrieben. Dort finden regelmäßige Gottesdienste statt.

Einmal um die Ecke führt der Weg zu einem der Wahrzeichen der Gemeinde Damp: dem alten hölzernen Glockenturm. Direkt daneben liegt ein verwunschener Garten. „Die ehemalige Küsterin hat ihn betrieben. Dort gab es an Kräutern und Blumen fast alles, was man sich vorstellen kann“, schwärmt die naturverbundene Damperin. Unter dem Glockenturm hindurch geht es in einen verwunschenen Wald. Dort wurde kürzlich ein Ruheforst eröffnet, in dem ab sofort unter Linden und Buchen Urnen beigesetzt werden können.

Der Weg, den Roswitha Bibelwitz gern und fast täglich mit dem Fahrrad fährt, führt an Weiden mit anmutigen Pferden vorbei. Der Reiterhof der Familie Tramm bietet Einheimischen wie Urlaubern gleichermaßen die Möglichkeit, die Gegend auf dem Pferderücken zu erkunden. Ziel der Radtour ist der Strand am Fischleger. Er ist naturbelassen, und sofort geht Roswitha Bibelwitz in die Knie und hält einen Stein mit einem Loch, einen sogenannten Hühnergott, hoch. „Das mach ich zu gerne“, sagt sie. Der Fischleger-Strand hat eine eigene DLRG-Station. Mit den jungen Leuten, die in diesem Sommer bis Ende August ihren Wachdienst geleistet haben, hat sich Bibelwitz richtig angefreundet. Nette Diskussionen habe sie mit ihnen geführt und einmal in der Woche einen selbstgebackenen Kuchen vorbei gebracht. „Man kann die Arbeit dieser jungen Leute nicht hoch genug einschätzen“, findet sie.

Der Fischleger-Strand liegt südlich des großen Ostsee-Resorts mit seiner Marina und den Helios-Kliniken. „Als das Ostseebad Damp in den 70er-Jahren errichtet wurde, hat es den Gemeindebürgern viele Vorteile gebracht“, berichtet Bibelwitz, die 21 Jahre in der Gemeindevertretung aktiv war. Sie selbst wohnt in Vogelsang-Grünholz und erinnert sich. „Zu der Zeit bekamen wir erst unsere Straßennamen. Da wurden wir modern“, sagt sie und lacht. Sie ist mit drei Geschwistern auf einem Hof in Winnemark aufgewachsen. Vor 47 Jahren zog sie zu ihrem Mann Gerhard in die Gemeinde. In fast allen Familien gab und gibt es jemanden, der im Ostseebad oder in den Kliniken ausgebildet wurde oder arbeitet. Auch dort fahren sie und ihr Mann gern an den Strand oder gehen am Yachthafen spazieren. Und auch die kulturellen Angebote im Ostsee-Resort Damp seien sehr attraktiv. So schätze sie zum Beispiel die Konzerte und Vorträge der katholischen Kirche St. Elisabeth sehr. „Dort genieße ich manchmal die Anonymität unter den Urlaubsgästen und Patienten, das ist sehr wohltuend“, verrät sie.

Über gut ausgebaute Fahrrad- und Wanderwege geht es zurück nach Damp-Vogelsang. „Unsere drei Gemeindearbeiter halten alles gut in Schuss“, lobt Bibelwitz die Anlagen. Sie fühlt sich in ihrer weitläufigen Gemeinde sehr wohl. Im Sportverein VfL Damp-Vogelsang ist sie im erweiterten Vorstand aktiv und schwärmt von der Infrastruktur ihres Wohnortes. Die Freiwillige Feuerwehr sei aufgrund ihrer Zuständigkeit für das Ostsee-Resort Damp besonders gut geschult. Die Kameraden seien immer schnell am Einsatzort und sehr um Nachwuchs bemüht. Auch einen DRK-Ortsverein gibt es in Damp, ebenso einen Zahnarzt und einen Allgemeinmediziner, eine Apotheke, eine Sparkassenfiliale, einen gut bestückten Supermarkt, verschiedene Handwerksbetriebe, einen Landhandel und ein Seniorenheim mit der Möglichkeit, betreut zu wohnen. „Und wenn doch mal jemand nach Eckernförde oder Kiel muss, fährt regelmäßig ein Bus“, sagt sie.

Wieder zu Hause fällt Roswitha Bibelwitz zum Thema Lieblingsort aber noch etwas Wichtiges ein: „Mein liebster Platz ist aber unser Garten.“



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erstellt am 10.Sep.2014 | 12:30 Uhr

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