Ostseeresort Olpenitz : „Nächste Saison ist hier einiges los“

Bis zum Jahresende soll das Haus „Klabautermann“ an der Hafenpromenade im Feriendorf fertig sein. Es entsteht neben dem großen Lebensmittelgeschäft.
Bis zum Jahresende soll das Haus „Klabautermann“ an der Hafenpromenade im Feriendorf fertig sein. Es entsteht neben dem großen Lebensmittelgeschäft.

Die Hafenpromenade und der südliche Bereich im Ostseeresort entwickeln sich weiter. Zudem signalisieren die Verantwortliche Bereitschaft, Schwimmbad-Pläne zu prüfen.

shz.de von
22. Mai 2018, 16:26 Uhr

Per Barlag Arnholm ist zufrieden. Zumindest überwiegend. „Der Ferienpark im Süden wächst, das Leben nimmt zu, die Promenade nimmt Formen an“, sagt der Geschäftsführer der Helma Ferienimmobilien GmbH, wenn er auf das Ostseeresort Olpenitz blickt. Und schiebt dann hinterher: „Manchmal habe ich allerdings auch den Eindruck, als würde das Resort für Kappeln praktisch nicht existieren.“ Damit bezieht sich Arnholm auf eine ganz ähnliche Aussage der Interessengemeinschaft Umwelt, die damit die in ihren Augen bislang unzureichende Berücksichtigung der Auswirkungen des Feriendorfes auf den Rest der Stadt in unserer Zeitung angeprangert hatte. Und auch Arnholm sagt: „Das Resort kann ohne die Stadt funktionieren. Aber Kappeln sollte doch ein Interesse daran haben, die positiven Effekte, die das Resort bringt, für sich zu nutzen.“ Denn der Geschäftsführer betont zudem: „In der nächsten Saison wird hier schon einiges los sein.“

So soll beispielsweise bis zum Jahresende ein weiteres Gebäude an der Hafenpromenade, an der derzeit ein großer Lebensmittelmarkt wächst, fertiggestellt sein. Gewerbeflächen im Erdgeschoss, Büros, Kiosk, Eiscafé, Ferienwohnungen oben drüber. Der Bau im Anschluss ist für Gastronomie gedacht, und Arnholm sagt: „Wir führen weitere Gespräche mit möglichen Betreibern.“ Er räumt ein, dass potenzielle Interessenten nicht unbedingt aus der unmittelbaren Region kommen. „Klar ist, wer hier investiert, muss wissen, dass es noch zwei Jahre dauert, bis man richtig Geld verdient“, sagt Arnholm. „Man braucht einen längeren Atem. Aber wir suchen uns eine gute Mischung aus.“

Etwas konkreter sind die Pläne, was das Hotel im Süden des Areals betrifft. Per Barlag Arnholm spricht von 144 Apartments zwischen 20 und 60 Quadratmetern, außerdem von einem Außenpool auf dem Gelände. Kein echtes Schwimmbad mit 25-Meter-Bahn, aber: „Der Pool wird auch nicht voll sein, wenn zwei Leute drin sind.“ Über eine mögliche Kooperation mit der Stadt, eine Schwimmhalle zu errichten und zu betreiben, sagt er: „Das würden wir sehr gerne prüfen. Es wäre ein guter Ansatz, um mit der Verwaltung wieder enger zusammenzuarbeiten.“ Frei gehalten wird derzeit eine Fläche für eine mögliche Indoor-Halle. Man sei aktuell dabei, einige Interessenten abzuklopfen und gewillt, den Preis attraktiv zu gestalten.

Wer einen kleinen Eindruck davon haben will, wie es in Ansätzen aussehen könnte, wenn die Promenade im Resort mit all ihren Angeboten komplett ist, kann dort derzeit ein paar Pop-up-Stores erleben. Noch bis Pfingsten sollen die provisorischen Läden den Hafen beleben – bis irgendwann die richtigen Geschäfte einziehen.

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