Arnis : Nächste Runde für "Musik am Noor"

Gute Stimmung ist auch dieses Jahr in Arnis garantiert.
Gute Stimmung ist auch dieses Jahr in Arnis garantiert.

Das Festival findet am Freitag und Sonnabend in Arnis statt. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.

shz.de von
08. August 2018, 07:00 Uhr

Mitreißende Musik in einer hinreißenden Stadt: Freitag und Sonnabend heißt es in Arnis zum achten Mal „Musik am Noor“. Elf Bands werden in der Werfthalle von Jan Willem Paulsen auftreten und Jazz, Blues, Rock und Boogie auf die Bühne bringen.

„Es ist absolute Spitze, was Jens da ausgesucht hat“, schwärmt Bernd Kugler, Bürgermeister, Mitorganisator und Fan des Festivals. Und Jens – das ist Jens Matthiesen, der dafür nicht nur die Bands auswählt, sondern auch den Kontakt herstellt und sich um sie kümmert. „Wir müssen jedes Jahr einige Bewerber ablehnen“, verrät er. Das „Musik am Noor“ hat langsam aber sicher Kultstatus. „Es ist unter Musikern und in der Künstlerszene schon sehr begehrt“, sagt Kugler.

Rund 5000 Besucher kamen im vergangenen Jahr an den beiden Tagen an die Schlei. Der Eintritt zur Musikveranstaltung direkt am Wasser ist frei, dafür sind die Organisatoren zahlreichen Sponsoren dankbar. Aber die Besucher können ihre Solidarität und Freude ausdrücken, indem sie für
3 Euro einen Ansteck-Button beim Bäcker, in den Arnisser Restaurants oder auf dem Festival selbst kaufen.

In diesem Jahr kommen neue Bands, aber Matthiesen setzt auch auf Altbewährtes: So sind „Jazz oder Nie“ von Anfang an mit dabei. Sie werden am Sonnabend mit einem Boot in Kappeln abgeholt und spielen ihre ersten Stücke schon im Kappelner Hafen. Ab 12 Uhr laufen sie als Marching Band durch Arnis. „Sie sollen so die Leute im Schlepptau mit in die Halle bringen – und das machen sie hervorragend“, lobt Bernd Kugler. Auch „Vestre Jazzvaerk“ gehören zu den gern gesehenen Gästen auf der Bühne in der Werfthalle. „Sie verbreiten so viel gute Laune“, sagt Matthiesen über die Band und ihre Mitglieder, die seit 1989 Ehrenbürger der Stadt New Orleans sind. Ebenfalls zu den Dauergästen in Arnis zählt das „Sax an Revival Quartett“. „Jan Mohr & The Backscratchers“ waren bereits zweimal dabei, ebenso wie „Coast to Coast“. Die „Swinging Feetwarmers“, die das Programm am Freitag ab 16 Uhr – nach der Begrüßung durch den Bürgermeister – eröffnen, sind noch aus dem Vorjahr in Erinnerung. Ebenso so auch die „Neanders“ aus Dänemark, denen die Spielfreude anzusehen ist. „Sie machen einfach Alarm auf der Bühne. Sie sind sehr breit aufgestellt, und dann bringen sie plötzlich mal mit einem Song von den Dubliners das Publikum zum Kochen“, sagt Matthiesen und lacht.

„Als sie vergangenes Jahr von der Bühne kam, habe ich sie sofort gefragt, ob sie 2018 wieder kommt“, so der Musikmanager über Dona Oxford aus den USA. Und sie hat zugesagt: „Sie strahlt unbändige Freude aus und ist ein Wirbelwind auf der Bühne. Es macht einfach Spaß, ihr zuzusehen.“ Neu dabei ist dagegen die Hörbie Schmidt Band mit der Gastsängerin Lili Cyuza. Sie spielen unter anderem Blues mit deutschen Texten. Zwei Empfehlungen folgte Matthiesen beim Engagement von „The Golden Creek“, deren Markenzeichen ihr dreistimmiger Gesang ist. Irisch-schottische Folkmusik spielen „Triology of Voice“.

Wie immer ist nicht nur die Musikauswahl, sondern auch das Ambiente, das „Musik am Noor“ ausmacht. Die Schiffe werden abends illuminiert, eine Pontonbrücke verbindet die Werfthalle mit der Wassersportgemeinschaft in Grödersby. Bierstände, Wein aus dem Kaiserstuhl und ein Catering der Kappelner Schlachterei Schmidt & Hansen sorgen für Verpflegung. Die Besucher können auf dem Großparkplatz am Ortseingang parken.

Das Klavier, das am Schilfgürtel des Arnisser Noors zu Wasser gelassen wurde, um auf das Festival hinzuweisen, hat Elfriede Ottsen aus Loitmuschau gespendet.

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