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Arnis-Rabenkirchen : Nadja Jöhnk freut sich auf ihre Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen hat nach über einem Jahr wieder eine neue Pastorin.

Seit Oktober 2013 war sie für die Vakanzverwaltung der Pfarrstelle Arnis-Rabenkirchen zuständig: Nadja Jöhnk aus Gundelsby. Jetzt ist sie als Pastorin fest für die Kirchengemeinde verantwortlich. Bei ihrer Amtseinführung am vergangenem Sonntagnachmittag rief ihr Propst Helgo Jacobs aus Kappeln ein herzliches Willkommen zu – und mit ihm die Besucher des Einführungsgottesdienstes in der Marienkirche. Der Propst übertrug Jöhnk die Pfarrstelle mit knapp 800 Mitgliedern. Diese Stelle macht 75 Prozent ihrer Tätigkeit aus, weitere 25 Prozent beinhalten Vertretungsaufgaben nach pröpstlicher Anweisung. Bislang war Nadja Jöhnk im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg ausschließlich mit Vertretungen beauftragt, doch diese gesonderte Pfarrstelle ist gestrichen worden.

Mehr als zehn Jahre hatte zuvor Pastor Hans-Heinrich Ehlers die Gemeinde betreut. Doch gab es offenbar Unstimmigkeiten zwischen ihm und Teilen der Kirchengemeinde. Zwei Drittel des Kirchenvorstandes war im September 2012 zurückgetreten. Da eine Neubesetzung zunächst nicht gelang, blieb dieses Gremium mehr als ein Jahr lang außer Kraft. Ehlers fand im Herbst 2013 eine neue Pastoratsstelle im Bereich Rendsburg und Nadja Jöhnk übernahm in Arnis-Rabenkirchen die Vertretung.

Im August dieses Jahres war die neue Pastorin dann vom örtlichen Kirchengemeinderat gewählt worden und wird nun für den Bereich Arnis-Rabenkirchen das, was sie während ihrer Vakanzvertretung begonnen hat, als feste Pastorin fortsetzen. Dazu verpflichtete sie sich „mit Gottes Hilfe“. Gleichzeitig sagten die Mitglieder des Kirchengemeinderates zu, Nadja Jöhnk zu unterstützen und zu ermutigen. Nach diesem Versprechen brandete Beifall in der Kirche auf – wissend, dass die Pastorin nur so gut sein kann, wie die Gemeinde ihr Luft zum Probieren lässt, ihr Rückhalt gibt und sie ermutigt, neue Wege zu gehen.

Die 1970 in Schleswig geborene neue Pastorin von Arnis-Rabenkirchen besuchte die dortige Domschule und erlernte nach dem Abitur in Eckernförde den Beruf einer Krankenschwester. Von 1992 bis 1999 studierte sie evangelische Theologie in Göttingen, Hamburg und Kiel. Dem ersten Examen folgten im Winter 1999/2000 ein Stipendiat des Nordelbischen Missionszentrums für ein Gemeindepraktikum in Tansania, ein Vikariat in Husum und 2002 das zweite Examen. Danach hatte sie bis 2008 eine Pfarrstelle in Plön inne. Im Oktober des gleichen Jahres heiratete sie Pastor Hanno Jöhnk, der in der Kirchengemeinde Gundelsby-Maasholm tätig ist, folgte ihm hoch in den Norden und war im Kirchenkreis als Vertretungspastorin unterwegs. Und so kam sie auch in die Gemeinde Arnis-Rabenkirchen. Inzwischen ist die 44-Jährige Mutter des dreijährigen Johannes, der ebenso wie Ehemann Hanno Jöhnk ihre Einführung als Pastorin miterlebte.

Anlässlich des Gottesdienstes sagte Propst Jacobs an die Gemeinde gewandt: „Ich gönne sie Euch.“ Er sprach von einer gelungenen Pfarrstellenbesetzung. Nadja Jöhnk wird von Gundelsby aus als Pastorin für Arnis-Rabenkirchen tätig sein. Dass sie nicht in das Pastorat von Rabenkirchen einziehe, sei ein Novum, so Jacobs, aber: „Gundelsby ist nicht aus der Welt.“ Der Propst fügte hinzu, dass die neue Pastorin sein Vertrauen habe. „Ich bin sicher, dass sie sich mit der ihr anvertrauten Gemeinde gemeinsam auf einen guten Weg begeben wird“, sagt er.

Eingebunden in die Auftritte des erst seit Kurzem bestehenden „Heart-Chores“ betonte Nadja Jöhnk während ihrer Predigt, dass es eine große Freude für sie sei, nach sechs Jahren im Vertretungsdienst nun konstant in Arnis-Rabenkirchen sein zu dürfen. „Wir hatten Zeit, uns vorab gegenseitig kennenzulernen“, sagte sie. „Für mich ist die Gemeinde mit den vielen Menschen, die sie tragen, ein großer Schatz.“ Mit Blick in die Zukunft fügte sie hinzu, dass es viel zu tun gebe, Veränderungen angepackt werden müssen. Was die kirchlichen Immobilien betreffe, gebe es einen hohen Investitionsbedarf, da werden Entscheidungen notwendig werden. „Um das kirchliche Leben lebendig zu gestalten, sind alle Mitglieder der Kirchengemeinde für dieses Gemeinschaftswerk gefordert“, sagte die neue Pastorin. Dabei mitwirken zu dürfen, sei für sie ein Glück, das sie mit Demut erfülle.

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erstellt am 04.Nov.2014 | 12:30 Uhr

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