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Dörphof : Nabu steht bei Neubau unter Zeitdruck

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Fundamentstreifen für den Neubau einer Nabu-Schutz- und Infohütte am Schwansener See sind fertig gestellt. Bis Mitte März soll der Neubau stehen, um zu Ostern in Betrieb zu gehen.

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erstellt am 08.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Nur noch ein paar Holzbretter erinnern an die Nabu-Hütte am Schwansener See. Ende November war sie abgerissen worden (wir berichteten). Inzwischen wurden an gleicher Stelle Streifen- und Punktfundamente aus Beton hergestellt, auf die eine Holzbalkenkonstruktion als Träger des neuen Nabu-Gebäudes aufgebaut wird, berichtet Architekt Alexander Paris vom Architekturbüro Wohlenberg.

Das Eckernförder Büro betreut den Bau, der bis zum
15. März fertig gestellt sein muss. Zumindest müssen die Arbeiten dann eingestellt werden, um brütende Vögel in dem sensiblen Bereich zwischen Schwansener See und Ostsee zu schonen. Das erklärt Karl-Christoph Jensen, Vorsitzender des Nabu-Ortsvereins Kappeln-Nordschwansen. Er gab sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird. Davon geht Architekt Paris auch aus. Derzeit stehe man in Kontakt mit den Firmen, um Details der Ausführung abzusprechen. So steht etwa noch nicht genau fest, ob das Gebäude in der Halle vorgefertigt, in Bauteilen angeliefert oder komplett vor Ort errichtet wird. „Das hängt ganz entscheidend vom Wetter ab“, so der Architekt. Bauherr des Vorhabens ist der Nabu-Landesverband, der den Betrieb des Gebäudes später in die Obhut des Ortsvereins legen wird.

Karl-Christoph Jensen jedenfalls ist mit dem Baufortschritt sehr zufrieden, immerhin hat er viele Jahre auf den Baubeginn gewartet. Und während Architekten und Handwerker den Baufortgang besprechen, beginnt im Nabu-Ortsverband die Vorbereitung der inhaltlichen Ausstattung des Gebäudes. Im Wesentlichen wird sich der Vorstand um Jensen, die zweite Vorsitzende Karin Ackermann und Dr. Angela Gries als Schutzgebietsreferentin sowie einige Aktive darum kümmern. Jensen stellt sich vor, dass sie Infotafeln erstellen, die Besuchern einen Überblick geben über die besondere Tier- und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet Schwansener See. Zugleich wollen sie die Entstehung des Sees als ehemalige Meeresbucht durch Küstenverlagerungen erklären. Denkbar ist es für den Vorsitzenden zudem, dass ein Biologie- oder Geografie-Student als Praktikant in die Realisierungsphase eingebunden wird.

Noch Zukunftsmusik sind dagegen EDV-gestützte Medien, die Besuchern interaktiv die Natur näher bringen könnten. Jensen: „Noch sprechen die Kosten gegen eine Realisierung.“ Neben den Kleincomputern müsste nämlich auch eine alternative Stromversorgung installiert werden, Anschlüsse gibt es dort bislang nicht. „In der Planung bereits berücksichtigt ist allerdings die optionale Installation einer Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung“, so Jensen, der nach Möglichkeiten einer Finanzierung sucht.

Erklärtes Ziel des Ortsverbands ist die Inbetriebnahme der fertiggstellten Schutzhütte zu Ostern. Die Dachterrasse soll immer zugänglich sein und Besuchern aus erhöhter Perspektive eine gute Aussicht auf die Brutgebiete in Wiesen, Dünen und Seeufern ermöglichen. Zumindest in der Saison wird auch das Nabu-Haus regelmäßig geöffnet sein.

 

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