zur Navigation springen

Neue Schutzhütte : Nabu-Bau in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bis Anfang März soll die neue Schutzhütte des Nabu am Schwansener See stehen. Jetzt wurden die Pläne bei einem Eckernförder Architekten vorgestellt.

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 07:30 Uhr

Mit dem Abriss der alten Nabu-Schutzhütte am Schwansener See in der Vorwoche (wir berichteten) hat quasi auch schon der Neubau der neuen Schutzhütte samt zusätzlicher Aussichtsplattform in dem Naturschutzgebiet begonnen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Planung“, sagte Karl Christoph Jensen, Vorsitzender des Nabu-Ortsverbands Kappeln/Nordschwansen, angesichts der Vorstellung der Neubaupläne im Architekturbüro Matthias Wohlenberg. Bis Anfang März soll der Neubau an derselben Stelle wie der alte Bau entstehen. Bauherr ist der Nabu-Landesverband.

Es wird ein sogenanntes Einraumkonzept umgesetzt, bei dem der Raum einschließlich einer kleinen Büroecke rund 20 Quadratmeter misst. Aufgrund der Lage im Naturschutzgebiet galten strenge Vorgaben, die sich am alten Gebäude orientierten, erklärte Wohlenberg. Daher wurde das Gebäude, das in Holzständerbauweise in einer Werkhalle vorgearbeitet wird, in der Grundfläche nicht größer geplant, und es verfügt ebenfalls nicht über Ver- und Entsorgung von Strom und Wasser. „Das ist schon etwas ganz Besonderes, so nah an der Ostsee zu bauen“, sagte Wohlenberg, der das Projekt aber zugleich als sehr schön empfand.

Architekt Alexander Paries entwarf das Gebäude, das sich dicht an den Boden schmiegt und durch sein begrüntes Dach in die Natur einpasst. Neu ist allerdings eine Aussichtsplattform auf Metallstelzen, die über der Hütte steht. Über Treppen ist die etwa acht Quadratmeter große überdachte Ebene erreichbar und ermöglicht bequem das Beobachten der Vögel am Schwansener See. Zusätzlich wird um die Hütte in Richtung See eine Terrasse entstehen, die, wie das Gebäude selber, auf Ständern auf Höhe des dortigen Wanderwegs stehen wird.

Hermann Schulz, Vorsitzender des Nabu-Landesverbands, kündigte an, dass über die Innengestaltung der Schutzhütte der Ortsverband entscheiden werde. Er sei froh, dass das Vorhaben jetzt soweit gediehen sei, dass man das Ziel, bis spätestens Mitte März einen Neubau zu errichten, durchaus im Blick habe. Ausdrücklich lobten er und Wohlenberg die sehr gute Zusammenarbeit mit den Behörden des Kreises Rendsburg-Eckernförde bei der Baugenehmigung, was vermutlich auch daran liege, dass man bereits sehr früh den Dialog gesucht habe.

Bereits seit etwa 2007 gab es Ideen zur Modernisierung oder zum Neubau der Schutzhütte, die 1987 aus einem 25 Jahre alten Ferienhaus entstanden war. Nach einer Reise des Landes-Nabu durch alle Naturschutzgebiete, sei klar gewesen, dass auch die Hütte am Schwansener See ersetzt werden muss, so Schulz.

Zu den kalkulierten Kosten des Neubaus wollte man mit Rücksicht auf die derzeit laufenden Ausschreibung der Gewerke keine Angaben machen. An der Finanzierung beteiligen sich die Gemeinden Brodersby, Dörphof und Damp, die je 5000 Euro bereitstellen. Außerdem gibt es Zuschüsse vom Kreis, vom Land, vom Nabu-Landesverband, von der Gemeinschaft der Stiftungen der Fördesparkasse sowie von der Bingo-Umweltlotterie. „Wir danken allen für ihren Beitrag“, sagte Schulz.

Karl Christoph Jensen avisierte, dass der Ortsverband mithilfe der neuen Hütte sein Informationsangebot im Naturschutzgebiet ausbauen wolle. Die Dachterrasse werde immer offen sein, und noch ein neu zu gestaltender Schaukasten an der Hütte werde Passanten über Tiere und Landschaft informieren. Zudem plant der Ortsverband regelmäßige Öffnungszeiten der Hütte den Sommer über, während der dann entweder Schutzgebietsreferentin Angela Gries oder die Ehrenamtler des Vereins Besucher informieren. An einen Fernglasverleih werde auch gedacht.

Schulz ergänzte, dass erst die kommenden Monaten zeigen würden, wie genau die Hütte eingerichtet werde. Ganz klar gehe es darum, den vielen Spaziergängern am Tag Einblick in die Natur zu ermöglichen und sie sanft zu lenken, so Schulz weiter.

Noch vor Weihnachten sollen die Fundamentlegung und Pfahlgründungen erfolgen. Der Aufbau selber kann aufgrund der vorgefertigten Module schnell realisiert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen