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Winnemark : Mordsgaudi in der Seifenkiste

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Oktoberfest mit der Wettfahrt selbst gebauter Fahrzeuge erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Es war das zweite Fest dieser Art, und Maike Hoffmann von der Globetrotter Academy in Sundsacker war richtig zufrieden. Das zweite Oktoberfest zum Saison-Ende an der Schlei stand nicht nur im Zeichen eines wunderbaren Herbsttags und einer gemütlichen Familienfestatmosphäre. Mit viel Liebe zum Detail war das Oktoberfest-Spektakel vorbereitet worden, und das war überall spürbar.

Vor dem Getränkezelt und dem Grillwurst-Stand war ein kleiner Biergarten mit wunderbarem Blick auf das Gelände und die Schlei entstanden. Unter den Bäumen waren verschiedene Stationen einer bayerischen Olympiade aufgebaut worden, die vom Brezelbeißen bis zum Balken-Nageln vielfältige Spielmöglichkeiten boten und für froße und kleine Gäste unterschiedliche Möglichkeiten des Vergnügens und der Geschicklichkeitsprüfung bereithielten. Im Mittelpunkt des gemütlichen Familienfestes stand aber das rasante Seifenkistenrennen. „Im letzten Jahr hatten drei Seifenkisten-Teams gemeldet. In diesem Jahr sind wir schon sieben“, stellte Maike Hoffmann erfreut über die steigenden Teilnehmerzahlen fest. Noch mehr als der Teilnehmerzahl überzeugten allerdings die Teams mit ihren kreativen, witzigen und technisch ausgefeilten Rennmaschinen.

Das Vater-Sohn-Team Harald und Julius Pohl hatte sich für eine Speed-Shopper-Variante entschieden und sauste in nur 16,31 Sekunden die 250 Meter lange Rennstrecke hinunter. Diese stellte an die Fahrer hohe Ansprüche, denn mit einer weiten Kurve im Zielschuss musste man gerade in der Schlussphase des Rennens viel Geschick beweisen. Schneller als die Speed-Shopper war in der kreativsten Seifenkiste Ann-Sophie Nielsen. Die Pilotin wurde von ihren Schwestern Martha und Lucia begleitet, und ihr selbst gebautes Renngerät war einer zahmen Kuh ihrer Großvaters nachempfunden. Seifenkiste „Rosie“ kann nicht nur mit der Augen blinzeln, sondern sogar Kuh-Geräusche von sich geben. Vor allem aber war sie sehr schnell. Nur 15,8 Sekunde brauchte Ann-Sophie mit „Rosie“ für die Strecke. Nur einer war an diesem Tag schneller: Thore Blaase war mit zwei Modellen seines „Gammelfurz“ angetreten: eine individuelle Mischung aus Gocart und Rennwagen, die an diesem Tag nicht zu schlagen war. Dass Schnelligkeit allein nicht ausreicht, erfuhr derweil Pilot Hendrik aus Winnemark. Sein „Herbie 53“ stellte im Feld der unkonventionellen Rennmaschinen den Klassiker der Seifenkiste dar und war in mühevoller und liebevoller Arbeit unter Anleitung des Vaters und Freunden entstanden. „Herbie ist ungeheuer schnell, allerdings müssen wir noch an der Lenkung arbeiten“, erzählte Hendriks Boxen-Team, bestehend aus Leon und Maurice zusammen mit dem zweiten Piloten Niklas.

Ein Jahr lang haben sie nun Zeit, „Herbie“ technisch für die anspruchsvolle Streckenführung an der Globetrotter Academy auszurüsten. Dass sie wieder dabei sein werden, wenn im nächsten Jahr der Startschuss zum populären Seifenkistenrennen in Sundsacker fällt, ist klar. Dafür hat es allen einfach zu großen Spaß gemacht. Und wer nur als Zuschauer dabei war, der hatte Spaß am Oktoberfest-Ambiente. Maike Hoffmann jedenfalls war auch zufrieden. „Wir freuen uns über die vielen Gäste, die heute mit uns zusammen noch einmal richtig Spaß hatten“, sagte sie am Rande des Festes.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 16:15 Uhr

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