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Arnis : Montags-Parkverbot bleibt umstritten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Alternativvorschlag einer weißen Markierungslinie soll geprüft werden.

Das Rätselraten geht weiter: In der kleinsten deutschen Stadt hat noch keinen Ausweg aus dem Dilemma mit der Parksituation in der Langen Straße gefunden. Im Arnisser Touristikausschuss ging zwar die Suche nach einer dauerhaften Lösung in der Zone zwischen der Einmündung der Fährstraße und dem Wendehammer weiter, aber alles Kopfzerbrechen half nichts. Zahlreiche Bürger ließ Vorsitzender Hans-Joachim Schock zu Wort kommen. Nach Meinung fast aller Anwesenden, unter ihnen auch Bürgermeister Bernd Kugler, ist das sogenannte „Montags-Parkverbot“ nicht das Allheilmittel.

Aus dem Kreise der Anlieger hat es während der dreimonatigen Erprobungsphase etliche Einsprüche gegeben. Diese Stadtbewohner fühlen sich dadurch benachteiligt, dass sie zu bestimmten Zeiten ihre vor den Häusern abgestellten Privatautos in Richtung Großparkplatz wegfahren müssen, um dem großen Müllwagen der Firma Remondis die ungehinderte Durchfahrt zu allen Grundstücken zu ermöglichen. Ob die beanstandete Regelung auch im April fortbesteht, ist derzeit ungewiss. Die Stadtvertretung wird erst auf ihrer nächsten Sitzung am 21. April über die künftige Verfahrensweise entscheiden.

Als Alternative für das auf einer Straßenseite gültige Parkverbot wird ein vom einheimischen Ingenieur Jürgen Wolter erarbeiteter Vorschlag einer genauen Prüfung unterzogen. Danach wäre es sinnvoll, im Abstand von drei Metern vom Kantstein auf der Fahrbahn eine weiße Markierungslinie zu ziehen. Würden alle Fahrzeughalter innerhalb dieses Abschnitts parken, hätten Müllfahrzeuge, Tankwagen mit Heizöl und andere Lkw den nötigen Freiraum für eine Passage, so Wolter. Statt einer Beschilderung sollte durch persönliche Gespräche zwischen Mietern und Vermietern Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit die weiße Linie nicht überschritten wird. Auf Anraten eines Einwohners will Bürgermeister Kugler sich bezüglich der Vertragsregelung mit dem Abfallwirtschafts-Unternehmen ASF direkt an Landrat Dr. Wolfgang Buschmann wenden. Es geht dabei auch um den Einsatz kleinerer Müllfahrzeuge in der „engen Gasse“ von Arnis.


Stadtschau ohne Kontrollcharakter


Im weiteren Sitzungsverlauf sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, einmal jährlich eine Gruppe von Stadtvertretern auf eine Art „Stadt-Schau“ zu schicken. Dabei soll ein Kontrollcharakter vermieden werden. Allerdings wurde aus einer Begehung im Vorjahr deutlich, dass etwa 15 Prozent der Hauseigentümer die satzungsmäßig verankerte Reinigungspflicht nicht allzu ernst nehmen. Persönliche Gespräche mit den Säumigen seien besser geeignet als die Anwendung harter Bandagen, so die allgemeine Auffassung.

Mit einhelliger Zustimmung nahmen die Arnisser Touristiker die Programmplanung des diesjährigen Stadtfestes zur Kenntnis. Anja Erichsen vom Organisationsteam sorgte für eine Überraschung: Nicht nur am Sonnabend, 4. Juli, sollen die Besucher „die Gastfreundlichkeit der Arnisser erleben“, sondern auch am folgenden Sonntag, an dem fünf Stunden lang ein nicht kommerzieller Stadtflohmarkt mit bunten Ständen stattfinden wird. Tags zuvor wird es viel Kurzweil geben – mit Andacht, Jazzmusik aus Dänemark, Spiel-Workshops, Vorführungen der Feuerwehr und einer Stadtrallye. Als i-Tüpfelchen gehört dazu, dass an vielen Privathäusern geschichtsbezogene Kurzbeschreibungen präsentiert werden. Und im Rathaus werden alte Fotodokumente ausgestellt. Erichsen: „Damit soll die Historie unserer kleinen Stadt neu aufleben.“

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