Trecker-Treck : Mit Vollgas über den Acker

Beim Trecker-Treck kommt es nicht nur auf die PS-Stärke an, sondern auch auf das Können des jeweiligen Fahrers.
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Beim Trecker-Treck kommt es nicht nur auf die PS-Stärke an, sondern auch auf das Können des jeweiligen Fahrers.

Mehr als 2000 Besucher kamen zum Trecker-Treck nach Koppelheck. Um Schnelligkeit ging es, als 140 Traktoren auf dem Acker tonnenschwere Gewichte hinter sich herzogen.

shz.de von
23. Juni 2014, 15:23 Uhr

Trecker-Treck in Koppelheck – dieses Wortspiel hat nicht nur Klang, sondern die Ankündigung lockt Besucher aus der ganzen Region auf eine Koppel direkt an der Bundesstraße 199 – mittlerweile zum neunten Mal. Mit mehr als 2000 großen und kleinen Besuchern herrschte zur Freude von Familie Rohr einmal mehr „volles Haus“. Ohne Frage ist die Organisation mit großem Aufwand verbunden, aber damit haben die vier Generationen der Familie – von der 85-jährigen Oma Erna bis zum vierjährigen Jannes keine Probleme. Wissen sie doch, dass ihnen viele Freunde zur Seite stehen und dafür sind sie dankbar.

Dann beginnt das Spektakel: Die Trecker der Klassen Oldtimer, Standard und Superstandard haben Aufstellung genommen – 140 gehen als Zieh-Trecker in ihren Klassen an den Start. Für sie alle gilt, einen Bremswagen mit Gewicht, das locker 14 Tonnen auf die Waage bringt, ist 80 Meter weit zu ziehen. Da qualmen die Schornsteine, da wird es laut. Und längst nicht alle, die auf dem abgefrästen Weg an den Start gegangen sind, kommen auch ans Ziel. Etliche „verhungern“ unterwegs. Beim Trecker-Trecken kommt es auf PS und Können des Fahrers an. Aber es gehört auch ein Quäntchen Glück dazu. Die Zuschauer – vornehmlich Männer und ihre Söhne – sind begeistert. Das ist so ganz nach ihrem Geschmack.

Während Holger Pinn aus Roikier mit seinen Mitarbeitern nach jedem Durchgang die Strecke glatt zieht, sorgt Sönke Tüxen aus Stoltebüll-Vogelsang mit seinen Mitarbeitern dafür, dass die beiden Bremswagen zurück an den Start gezogen werden, denn die nächsten Treck-Kandidaten warten bereits.

Mit dabei ist auch die 33-jährige Sabrina Rohr, Tochter von Veranstalter Klaus-Hinrich Rohr. Die junge Frau und Mutter von zwei Söhnen – Jannes ist vier, Brian ist sechs und beide sind längst Treck-infiziert – schwingt sich auf ihren Hanomag R 40 des Baujahres 1946, der damit deutlich älter als sie ist, dreht den Zündschlüssel, um den Oldtimer in Gang zu setzen.

Wer in Koppelheck an den Treck-Start gehen will, der scheut die oft lange Anfahrt nicht. Da mischen dann neben Treckerfahrern aus allen Teilen des Kreisgebietes auch welche aus aus Dithmarschen, Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde mit. Die nächste Veranstaltung dieser Art, die dann zehnte, steht für Juni 2015 auf dem Programm – voraussichtlich am zweiten Sonntag.

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