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Schlei-Bote

13. Dezember 2017 | 07:00 Uhr

Mit Teamgeist die Wende schaffen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Eine neue Leitung und eine Service-Offensive sollen den guten Ruf des Seniorenzentrums „Haus Nordangeln“ wiederherstellen

Mit einem eindeutigen Kurswechsel und einer neuen Führung steuert das Seniorenzentrum „Haus Nordangeln“ mit voller Kraft in ruhigere Gewässer. Nach gutem Start bei der Eröffnung im Juli 2008 war es im vergangenen Jahr zu einem spürbaren Einbruch gekommen. Diesem wurde und wird jetzt mit verschiedenen Maßnahmen energisch entgegengewirkt. Zunächst einmal gab es im Januar mit Peter Johannsen einen neuen Mann an der Spitze der stationären Einrichtung und mit Marina Elbert eine neue Pflegedienstleiterin. Zuvor schon im Dezember war Stephanie Grote mit dem besonderen Aufgabengebiet „Bewohner-Service“ betraut worden.

Nach Aussage von Johannsen waren es mehrere Gründe, die vor einem Jahr zusammenkamen und zu Schwierigkeiten für das Seniorenzentrum führten. Zunächst habe die finanzielle Besserstellung der ambulanten Pflege allgemein zu einem Einbruch im stationären Bereich geführt. Dieser sei im Haus Nordangeln durch einen Mangel an Fachkräften verschärft worden. Die kurzfristig und aushilfsweise eingesetzten Honorar- und Leihkräfte hätten zudem die pflegebedürftigen Bewohner und deren besonderen Bedürfnisse nicht ausreichend gekannt. Hinzu seinen außerdem noch viele krankheitsbedingte Ausfälle gekommen. Daher habe es häufig Kritik und Beschwerden gegeben.

Johannsen bemängelte, dass die Kritik, ungeachtet ihrer Berechtigung, oftmals „hintenherum“ geäußert worden sei. Dies sei nicht zielführend. Kritik müsse zeitnah und dort vorgebracht werden, wo für Abhilfe gesorgt werden könne.

Eine bedeutsame Position bei dem Versuch, die Lage zu verbessern, nimmt Stephanie Grote wahr. Als ausgebildete Hotelfachfrau mit ausgeprägter Serviceorientierung steht bei ihr der Dienstleistungsgedanke im Vordergrund. Sie ist die unmittelbare Ansprechpartnerin für alle Bewohner, wenn einmal etwas nicht rund laufen sollte.

Für Lutz Lorenzen aus Sörup, den Sprecher des Bewohnerbeirates, zeigen die ergriffenen Maßnahmen erste positive Auswirkungen. „Jetzt sind wir sehr hoffnungsvoll.“ Diese Einschätzung bestätigt Sibylle Benthien von der Mitarbeitervertretung. Nach zuletzt häufiger Personalfluktuation sei jetzt Ruhe eingekehrt und man sei dabei, ein wirkliches Team zu werden. „Wir sind hoch motiviert und wollen das gemeinsam anpacken.“

Das Haus gehört zur Diako Soziale Einrichtungen GmbH, es verfügt über 81 Plätze, davon 20 in Doppelzimmern. Künftig sollen es 75 Plätze, davon 14 in Doppelzimmern, sein. Um die 51 Bewohner kümmern sich 30 festangestellte Mitarbeiter, die 19,5 Vollzeitstellen besetzen. Davon entfallen 11,5 auf Pflegefachkräfte und acht auf Pflegehelfer. Hinzu kommen fünf Auszubildende und acht weitere Mitarbeiter. Die Belegung des Hauses Nordangeln liegt gegenwärtig unter 70 Prozent. Mit Hilfe der ergriffenen Maßnahmen hofft Leiter Johannsen den Ruf des Hauses wieder aufpolieren und seine Belegungsquote steigern zu können. In den anderen Einrichtungen der GmbH beträgt sie 92 Prozent. Diesen Wert zu erreichen ist sein Ziel. Dafür sei eine Voraussetzung unabdingbar: „Engagierte Fachkräfte sind das A und O !“

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