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Schlei-Bote

15. Dezember 2017 | 00:09 Uhr

Mit Engholm beim Doktor fing es an

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kai Labrenz zeigt im Café Lindauhof Fotografien aus rund 20 Jahren am Set der Landarzt-Serie

Mit dem Frühjahr frischt auch „Landarztfotograf“ Kai Labrenz seine Dauer-Fotoausstellung im Rittersaal von Gut Lindauhof auf. In dem ehemaligen Wartezimmer des „Landarztes“ (heute Café Lindauhof) hängen ab sofort prominente Gaststars der beliebten Fernsehserie. Bei Kaffee und Kuchen von Wirtin Sonja Karberg können Gäste unter anderem die Ex-Ministerpräsidenten Björn Engholm und Peter Harry Carstensen sowie Comedian Mike Krüger oder den „Bergdoktor“ Thomas Burgner bewundern. Die Bilder bleiben bis zum Ende der Saison im Herbst hängen. Von 1992 bis 2007 war Labrenz teilweise der einzige Fotograf, der die Dreharbeiten in Angeln und Schwansen begleiten durfte.

Seine Begeisterung für die Serie hat familiäre Wurzeln. Denn bereits sein Vater hatte als Kind in den Kellergewölben von Gut Lindauhof gespielt. Mit ihm zusammen sah er am 10. Februar 1987 den Pilotfilm der Serie – damals noch mit Christian Quadflieg als Doktor Karsten Mattiesen. Doch damals ahnte der junge Bauzeichner noch nicht, dass er einmal „Landarztfotograf“ werden würde.

1978 hatte Labrenz seine Liebe zur Fotografie entdeckt. Aber sein Kontakt zum Landarzt bestand anfangs nur darin, dass er die Serie auf VHS-Kassetten aufnahm. Doch als er hörte, dass der damalige Ministerpräsident Björn Engholm als Gaststar auftreten sollte, wurde er mutig und meldete sich bei der ZDF-Pressestelle als freier Journalist an. Und so konnte er am 4. August 1992 sein erstes Filmfoto machen. Es folgten viele weitere. „Und am Schluss war es so: Man gehörte dazu“, erinnert er sich.

Mit „Landarzt“ Walter Plathe verband ihn ein fast freundschaftliches Verhältnis. Bei dessen Nachfolger Wayne Carpendale durfte er nicht mehr so häufig am Set sein. Auch zur Crew hatte er ein gutes Verhältnis – besonders zum kanadischen Kameramann Mike Gast. „Der brachte mir viele fotografische Tricks bei“, verrät Labrenz.

Da er inzwischen auch offiziell als freier Journalist arbeitet, erhielt er auch Einladungen zu Presseterminen anderer Filmproduktionen. Doch sein Herz gehört dem Landarzt. „Für mich ist diese Serie Heimat – hier bin ich zu Hause“, bekennt der 53-Jährige, der auch etwa ein Dutzend Bücher illustriert hat. Seit Neuestem gibt es auch ein Buch über ihn selbst. Es heißt – wie kaum anders zu erwarten – „Der Landarztfotograf“, geschrieben von Matthias Röhe.

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