Stadtlauf in Kappeln : „Mit einer Nasenspitze vorn“

Der Startschuss zum 12. Stadtlauf „Kappeln rund“ ist gefallen: Yannick von Soosten (r. Startnummer 76) aus Kronshagen stellt mit 18.57 einen neuen Streckenrekord auf der 5,9 Kilometer langen Runde auf.
1 von 2
Der Startschuss zum 12. Stadtlauf „Kappeln rund“ ist gefallen: Yannick von Soosten (r. Startnummer 76) aus Kronshagen stellt mit 18.57 einen neuen Streckenrekord auf der 5,9 Kilometer langen Runde auf.

Gute Stimmung und neue Rekorde beim 12. Stadtlauf „Kappeln Rund“

shz.de von
11. Juni 2018, 06:44 Uhr

Kappeln | „Das war eins der spannendsten Rennen überhaupt“, sagte Jens Rethwisch, Moderator des 12. Kappelner Stadtlaufs, bei dem gestern über 500 Läufer an den Start gingen. Gemeint war der zehn Kilometer lange Lauf „Doppel Rund“, bei dem sich Temuzgi Selomun und Tade Kohn (beide Jahrgang 1999) ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Selomun vom STV Sörup hatte im Vorjahr beim 5,9 Kilometer langen „Kappeln-Rund“-Lauf eine neue Bestmarke aufgestellt und war als erster mit einer Zeit unter 20 Minuten über die Ziellinie gelaufen. Gestern peilte er den Sieg auf der längeren Strecke an, musste sich aber Tade Kohn vom Team Toyota Auto Centrum Lass aus Kronshagen geschlagen geben. „Das war ein sehr taktisches Rennen“, berichtete Kohn anschließend. „Wir haben uns belauert bis zum Schluss.“ Mit 34.45 Minuten war Kohn am Ende eine Sekunde schneller als Selomun und gewann, wie Rethwisch feststellte „mit einer Nasenspitze vorn.“

Wie Tade Kohn kommt auch der Sieger des Kappeln-Rund-Laufs vom Auto Centrum Lass um Leichtathlet und Sportsponsor Stefan Schmitz. Yannick von Soosten unterbot den Vorjahresrekord noch weiter und erreichte das Ziel in 18:57 Minuten. Der 22-jährige Student ist in diesem Jahr das erste Mal in Kappeln gelaufen, kann sich eine Wiederholung aber gut vorstellen. Insgesamt war die Beteiligung wieder gut und auf Vorjahresniveau. Nur beim „Doppel-Rund-Lauf“ fehlten in diesem Jahr einige Läufer, da zeitgleich in Flensburg die Landesmeisterschaften im Marathon ausgetragen wurden. TSV Vorsitzende Dagmar Ungethüm-Ancker bedauerte diese Terminüberschneidung, freute sich aber gleichzeitig über ihre rund 50 eifrigen ehrenamtlichen Helfer sowie die Sponsoren, die sie in der Umsetzung des Stadtlaufes tatkräftig unterstützten. Lob gab es auch vom Bürgermeister der Stadt Kappeln, Heiko Traulsen: „Sie sind eine Rakete, Sie machen das hier grandios“, erklärte er lobte die Vorsitzende und die Jugendarbeit des TSV. Der Tag hatte mit dem Bambini-Lauf über 600 Meter am Morgen begonnen, beim Staffellauf hatten sich 39 Staffeln, vorwiegend aus Schulen in Kappeln oder aus dem Umland, gemeldet. Einige, wie die „Unicorn’s“, vier Freunde, die trotz der tropischen Wetterverhältnisse in Ganzkörper-Einhornanzügen antraten, hatten einfach Lust mitzumachen. Bei „Kappeln Rund“ traten allein von der Kaj Munk-Skolen 24 Kinder an. „Es haben viele junge Leute auf diesem Tag hingefiebert“, sagte Ungethüm-Ancker.

Neu in diesem Jahr dabei, war Volker Schmeckthal, der sich als erster Teilnehmer mit einem Rollator der Gruppe der Nordic Walker angeschlossen hatte. Rund eine Stunde und sechs Minuten hat er für die 5,9 Kilometer lange Strecke benötigt. „Es war eine Probe. Es ist alles problemlos gelaufen, und die Übergänge an den Wegen sind gut.“ Er möchte auch andere Menschen mit Gehbehinderungen motivieren mitzumachen. Ob er im nächsten Jahr wieder dabei ist? „Aber hallo“, sagt er und lacht.

Der älteste Läufer über 5,9 Kilometer war Jürgen Kruse aus Harrislee. „Ich bin das zehnte Mal in Kappeln dabei“, berichtete der 82-Jährige, der als Rentner angefangen hatte, „aktiver zu werden“. Er lief die Strecke in 42.43 Minuten.

„Insgesamt eine gelungene Veranstaltung“, erklärte Frauke Detlefsen vom TSV-Orga-Team. Auch das Wetter hatte mitgespielt, war nicht zu heiß und nicht zu nass – jedenfalls bis zur verregneten Siegerehrung, aber selbst da war die Stimmung ausgelassen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen