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Schlei-Bote

14. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Mit der Vespa durch Schwansen

vom

Frühjahrstour des Vespa-Clubs Lüneburg an die Eckernförder Bucht / Kultroller sind Hingucker bei Schwansen-Arnis-Tour

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schwansen | Ein Hauch von Italien und den 50er-Jahren umweht die kultigen Vespa-Fahrer, die in Schwansen und in Eckernförde für einen schönen Anblick sorgten. Der Vespa-Club Lüneburg besuchte zu seiner jährlichen Frühlingsfahrt die Eckernförder Bucht.

Organisator Fritz Maercklin hatte gut geplant, 29 Teilnehmer auf 14 chromblitzenden Vespa- und Piaggiorollern erfreuten sich bei strahlendem Wetter an der Küstenlandschaft. Unvorbereitet geht der Kultfahrer nicht an solch eine Tour. Maercklin hatte die Route genauestens geplant, im Vorfeld mit seiner Frau abgefahren und sich mit viel geschichtlichem Wissen versorgt. So gehörte eine Stadtführung in Eckernförde ebenso dazu, wie der Besuch der kleinsten Stadt Deutschlands - Arnis. Dor hin führte die Zweiradfahrer ihre Rundtour. Gestartet waren sie in Eckernförde, über die L 26 rollte die Gruppe Richtung Waabs. Vorbei am Schloss Ludwigsburg ging es nach Waabs und über Vogelsang-Grünholz nach Thumby. Über Winnemark erreichten sie Kappeln. Über Arnis und Kosel ging es zurück nach Eckernförde. Überall, wo sie anhielten waren sie ein Blickfang. Viele Besucher bestaunten die geliebten Zweiräder mit liebevollen Blicken. Dabei hatten sie ihre "alten Schätzchen" zu Hause gelassen. Mit denen könne man solche Touren schlecht machen, berichtete Maercklin. Zu leicht ginge etwas kaputt.

Der Vespa-Club Lüneburg wurde 1959 gegründet und hat 50 Mitglieder. In der Gründungszeit beherrschten Rockn Roll und Petticoat das Lebensgefühl. Der Italiener Corradino DAscanio baute 1946 die Ur-Vespa "98" , auch liebevoll "Paperino" (Entchen) genannt. Sie sollte einfach, sparsam und leicht zu fahren sein. Mit 3,2 PS und 60 Stundenkilometern ging sie an den Start. Bis heute ist die Vespa (italienisches Wort für Wespe) Kult und einfach "in".

Mit der Sonne um die Wette strahlten die Teilnehmer beim Pausenstopp in Arnis: "Vespa fahren ist Lebensfreude pur, macht Spaß und ist ein ganz besonderes Gefühl", waren sich alle um ihren Club-Vorsitzenden Gerhard Lüllau und den Tourorganisator einig. In Arnis war etwas mehr Zeit, und so gab es kurze Klönschnacks über den Zaun mit begeisterten Fans. Anwohnerin Lieselotte Wiese freute sich über den Besuch. "Das ist doch schön, dass es solche Liebhaber gibt. Das ist ja auch eine Art von Gemeinschaftssinn. Und mit diesen Rollern kann man auch noch etwas von der Landschaft sehen und flitzt nicht nur über die Straßen."

Die Mitglieder des Vespa-Clubs Lüneburg (alle zwischen 40 und 70 Jahre alt) stehen mit Herz und Seele zu ihren Kultrollern. Auch größere Fahrten haben sie schon unternommen, etwa an die Mosel, in den Elsass, nach Stralsund oder eine sehr lange Tour nach Tunesien mit 3600 Kilometern. Die Reiselust mit dem Zweirad liegt ihnen im Blut, hieß es von den Vespa-Freunden.

Mehr unter www.vc-lueneburg.de.‎

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