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Schlei-Bote

19. Oktober 2017 | 15:33 Uhr

Mit dem Planwagen von Basar zu Basar

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In Glücksburg fanden am Wochenende zwei Weihnachtsmärkte parallel statt, deren Organisatoren sich über den regen Zuspruch freuten

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2013 | 17:54 Uhr

Über den von zwei PS bewegten Planwagen, der über verschiedene Stationen im Glücksburger Stadtgebiet auch zwischen dem Schloss und der Rudehalle pendelte, fanden die beiden Glücksburger Weihnachtsmärkte am dritten Adventswochenende doch zu einander. Ursprünglich war erörtert worden, die lange Tradition des Weihnachtsmarktes zwischen 1998 und 2009 im Schlosshof. Die aus Sicherheitsgründen eine jähe Zäsur erfahren hatte, wiederzubeleben. Dank eines neuen zweiten Fluchtwegs wäre das auch möglich gewesen, doch die Konzepte divergierten zu sehr. „Ein im mittelalterlichen Stil abgehaltener Markt mit Eintritt war uns zu kommerziell. Außerdem hätten wir die insgesamt erforderlichen Mehrleistungen als Ehrenamtler so nicht erbringen können“, sagt Organisator Hans Jörgen Page. Also zwei Weihnachtsmärkte für Glücksburg, jeder mit unterschiedlichen Akzenten.

„Fröhlich-besinnlich“ war das Adventswochenende in Foyer und Kirchzimmer des Schlosses apostrophiert. Gleich neben dem Eingang lud ein Schlosscafé zum Punsch ein. Eine kleine Zahl von Ausstellern präsentierte mit Erzgebirgsfiguren, Handarbeiten, Aquarellmalerei sowie Magnetschmuck und edlen Schreibgeräten schöne Geschenkideen. In den Führungen faszinierten liebevoll gestaltete, museale Weihnachtsszenarien aus einer anderen Zeit. Im Außenbereich wurde auf dem Schlossspielplatz die neu errichtete „Kleine Glücksburg“ freigegeben, die kleine Besucher bei schönerem Wetter in Ritter und Burgfräuleins verwandeln dürfte.

Lebhaft ging es auch auf dem zum dritten Mal in der Rudehalle abgehaltenen Weihnachtsmarkt zu. „Mit 44 Ausstellern haben wir zehn mehr als im Vorjahr, konzentrieren uns aber auf die Haupthalle“, sagte Oliver Möller vom Stadtjugendring, der mit Hans Jörgen Page und Bärbel Demuth die Organisation gestemmt hatte. Unterstützt wurden sie von vielen Vereinen und Institutionen. Demuth betonte: „Wir verstehen unseren Markt auch als Bürgertreff und ideal zum gemütlichen Klönschnack.“ Bei Punsch, Kaffee und Kuchen, Erbsensuppe und Bratwurst sowie vielen Aktionen gab es dazu viel Gelegenheit, gut abgeschirmt gegen das Schmuddelwetter. Mit Malwettbewerb, Märchen, Baumschmücken und einem großzügigen Weihnachtsmann wurden vor allem kleine Besucher verwöhnt. Alle Aussteller kamen aus der Region und boten viel Heimatliches – Marmeladen, Selbstgebackenes und Gestricktes, Gehäkeltes oder Gefilztes. Auch die Wichtelvielfalt war beeindruckend. Eine Tombola vergab außerdem attraktive Gewinne; der Erlös sowie Erträge aus dem Weihnachtsmarkt kommen der Jugendarbeit in Glücksburg zugute.

Oliver Möller sagte hinterher: „Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden, haben viel positive Resonanz von Gästen und Ausstellern erfahren.“ Ob er sich einen gemeinsamen Weihnachtsmarkt im Schloss vorstellen kann ? „Wir werden Bilanz ziehen, Meinungen einholen und in Ruhe abwägen. Außerdem haben wir vor, das Thema mit der neuen Bürgermeisterin zu besprechen und zu sondieren, was machbar ist.“

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