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Kappeln : Ministerin lobt „zügiges Bauen“

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gorch-Fock-Schule: Monika Heinold nimmt die Sanierung der Sporthalle in Augenschein, für die 163.000 Euro Fördermittel geflossen sind.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2016 | 06:00 Uhr

Kappeln | Zwar wurde die frisch sanierte Sporthalle der Gorch-Fock-Schule bereits im April eingeweiht. Sie sieht aber auch mehr als ein halbes Jahr später noch mindestens genauso neu aus – davon überzeugte sich jetzt Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold. Die Landespolitikerin war nach Kappeln gekommen, um sich einen unmittelbaren Eindruck davon zu verschaffen, wohin die Zuschüsse aus dem Kommunalinvesitionsförderungsgesetz des Bundes geflossen sind, die Schleswig-Holstein für sich beanspruchen durfte, immerhin 99,5 Millionen Euro von insgesamt 3,5 Milliarden Euro.

Im konkreten Fall der Gorch-Fock-Schule war damit die Decke der Sporthalle erneuert worden. Und das ganz offensichtlich zur großen Freude der Schulleiterin. „Wir haben eine tolle neue Halle und genießen es sehr“, sagte Barbara Scheufler anlässlich des Besuchs der Ministerin. Sanierungsauslöser war Dämm-Material, das sich im September vergangenen Jahres aus der Deckenverkleidung löste und zu Boden rieselte. Weil damals eine Gesundheitsgefährdung zumindest nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Halle unverzüglich gesperrt. Sieben Monate hat die anschließende Sanierung gedauert – das Ergebnis allerdings kann sich nach wie vor sehen lassen: eine komplett neue 20 Zentimeter dicke Dämmung mit Rockwolle, neue ballwurfsichere, schallgedämmte und vor allem strahlendhelle Deckenplatten, dazwischen ein Gittergerüst, moderne LED-Technik. In der Folge soll das vor allem geringere Energie- und Stromkosten bedeuten. Damals war man von 181  000 Euro Gesamtkosten ausgegangen, und 90 Prozent davon, also 163  000 Euro, trug das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

Für Monika Heinold war vor allem das Zusammenspiel von Bildung und Klimaschutz – beides Aspekte, die von den Zuschüssen profitieren – ein „sehr sinnvolles“. „Damit wird gleichermaßen die Bildungsinfrastruktur gestärkt, der Klimaschutz gefördert und die Kommune wirtschaftlich entlastet“, betonte die Finanzministerin und lieferte damit die Begründung, mit der sich das Land dazu entschieden hatte, die Bundesmittel schwerpunktmäßig in Bildung und dort konkret in energetische Sanierung zu investieren.

In Kappeln hat davon neben dem Nahbereichschulverband, der als Träger der Gorch-Fock-Schule fungiert, auch unmittelbar die Stadt profitiert, als sie gut 382  000 Euro an Fördermitteln für die Sporthallensanierung der Klaus-Harms-Schule empfangen dufte. Bürgermeister Heiko Traulsen erklärte stellvertretend für den Träger des Gymnasiums: „Diese Sanierung hat durchschlagenden Erfolg, weil wir die Heizkosten erheblich reduzieren konnten.“ Und Schulverbandsvorsteherin Marta Kraft stellte die Bedeutung des Verbandes auch für die Umlandgemeinden heraus, als sie an anstehende Arbeiten in der Grundschule Karby erinnerte, deren Laubengang dringend einer energetischen Sanierung bedürfe. Was das betraf, hatte wiederum Monika Heinold Erfreuliches zu vermelden: Nach ihren Worten wird der Bund weitere Mittel in ähnlich großer Höhe freigeben, die erneut der Bildungsinfrastruktur, wenn auch nicht zwingend energetischen Maßnahmen, zugute kommen sollen. Heinold: „Ich freue mich, dass wir damit weiter helfen können, denn ich sehe, dass der Bedarf da ist.“

Ohnehin habe sie den Eindruck gewonnen, dass in vielen Kommunen die energetische Sanierung zugunsten anderer Projekte oftmals hinten angestellt worden sei. „Durch dieses Förderprogramm hat das Ganze aber einen richtigen Schub bekommen“, schilderte die Ministerin ihre Wahrnehmung. „Und wir sind ja alle darauf angewiesen, dass wir bei diesem Thema vorankommen.“

Und dann hatte Monika Heinold auch noch ein spezielles Lob für Kappeln parat. „Es ist sehr schön zu sehen, dass in Kappeln die Zuschüsse nicht nur sehr schnell beantragt wurden, sondern dass auch zügig gebaut wurde“, sagte die Finanzministerin. „Das hilft uns nachzuweisen, dass unsere Entscheidung, in die Bildungsinfrastruktur zu investieren, die richtige war.“ Und als dann auch noch die Ellenberger Grundschüler mitten in der Aula bei ihren Proben zur Weihnachtsfeier „Stille Nacht, heilige Nacht“ anstimmten, war ohnehin das letzte noch mögliche Gegenargument nur noch Schall und Rauch.

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