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Evangelische Familienbildungsstätte : Mehr Vertrauen in die Familienbildung

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Evangelische Familienbildungsstätte legt ihr neues Kursheft vor und entwickelt sich verstärkt zur ersten Anlaufstelle für hilfesuchende Eltern.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 07:45 Uhr

Die Evangelische Familienbildungsstätte (FBS) setzt Zeichen – dieses Mal in hellem Ozeangrün. Das neue Kursheft ist da und mit ihm die Erkenntnis, dass die FBS auf einem Weg ist, der ihr erlaubt, immer wieder etwas Neues auszuprobieren, ohne die bewährten Klassiker außer Acht zu lassen.

Beispiel: Die stets beliebten „Delfi“-Kurse für Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr finden künftig in allen Familienzentren des Kreisgebietes statt, zusätzlich zu den übrigen, bereits etablierten Orten wie Husby, Böklund, Süderstapel oder eben Kappeln. FBS-Leiterin Antje Schümann beurteilt diese Entwicklung durchweg positiv. „Die Idee des Familienzentrums finde ich gut. Es zeigt, dass das Thema Familie und deren Unterstützung zunehmend auf gesellschaftliche Resonanz trifft“, sagt Schümann. Die Zusammenarbeit klappe gut, die Absprache wegen des Raumbedarfs ebenso. Und weil zu den „Delfi“-Kurse sogar eine Warteliste geführt wird, hat Tanja Hohmann, Leiterin des Fachbereichs Vorbereitung auf die Familie, diesen Eltern ein Ersatzangebot gemacht: Mit dem Kursus „Babymassage“ überbrücken die Teilnehmer die Zeit sinnvoll, ehe ein Platz bei „Delfi“ frei wird. „Auch die Babymassage ist gut für die Bindung zwischen Kind und Eltern“, sagt Hohmann, „und ist daher auch ohnehin ein Bestandteil von Delfi“.

Die Bereitschaft von Menschen, sich zur „Delfi“-Leiterin qualifizieren zu lassen, sei dabei ungebrochen. Ihnen attestieren die FBS-Verantwortlichen viel Enthusiasmus bei vergleichsweise geringem Honorar und die Leidenschaft, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. 17 Kursusleiterinnen sind derzeit im Einsatz, allein unter den Kappelner FBS-Dozentinnen sind vier aktuell in einer „Delfi“-Ausbildung. Parallel dazu wachse die Bereitschaft, die FBS als echte Alternative für hilfesuchende Familien anzuerkennen. Antje Schümann sagt dazu: „Wir werden mehr und mehr als Anlaufstelle genannt.“ Ein Umstand, den sie als Vertrauensbeweis wertet.

Im aktuellen Kursheft finden sich derweil auch etliche Neuheiten, darunter ein Yoga-Kursus für Menschen mit Übergewicht. Dass der erste Kursus im August nicht starten konnte, bedauert Antje Schümann, baut aber nun auf den zweiten Anlauf im Oktober. Testen will die FBS außerdem,  wie der aktuelle Trend Zumba bei ihrem Klientel ankommt. Tanja Hohmann erklärt: „Wir halten das als Event, also einmalige Sache ab, um den Menschen Gelegenheit zu geben, es einfach mal auszuprobieren.“ Gestärkt wird zudem die Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Frauenwerk. Folgen sind jeweils zwei Abende zum Thema Wechseljahre und nachhaltigem Konsum. Als echter Renner hat sich daneben das Angebot „Clever & Co.“ entpuppt, von dem hochbegabte Kinder und deren Familien profitieren sollen. Schümann: „Dafür kommen die Kinder teils extra aus Schleswig nach Kappeln.“ Während die Kinder entweder kreativ oder naturwissenschaftlich gefördert und gefordert werden, tauschen sich die Eltern über Chancen und Rechte aus. Für Antje Schümann ein Notwendigkeit, denn: „Die Gesellschaft hat sich noch nicht richtig auf das Thema hochbegabte Kinder eingestellt.“

Um das geschulte Personal, das für sämtliche Angebote nötig ist, tatsächlich vorhalten zu können, bietet die FBS regelmäßig Fortbildungen an, organisiert, da viele davon in Schleswig stattfinden, dafür sogar Fahrgemeinschaften. Und versucht auf diese Weise, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, den Antje Schümann so definiert: „Die Familienbildungsstätte ist ein Stück handelnde Kirche.“

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