Marschmusik und Bigband-Sound

Ein Blick  auf Friedrich Szepansky, den Chef des Musikkorps. Foto: vdl
Ein Blick auf Friedrich Szepansky, den Chef des Musikkorps. Foto: vdl

Gelungenes Benefizkonzert des Lions-Clubs Angeln in der Scheersberghalle

shz.de von
02. Mai 2013, 03:59 Uhr

STEINBERGKIRCHE | Die Zeiten, zu denen sich die Musikkorps der Bundeswehr auf Militärmusik und Märsche beschränkten, sind lange vorbei. Das zeigte sich wieder beim Benefizkonzert des Lions-Clubs Angeln in der Scheersberghalle mit dem Marinemusikkorps Ostsee unter Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky. Er führte auch locker durch das Programm, das unter dem Motto "Movimenti - Bewegungen" stand.

Die Instrumentierung des 40-köpfigen Korps beschränkte sich zwar auf Holz- und Blechbläser sowie Schlagwerk. Trotzdem konnten die Musiker in Blau auch symphonische Werke gekonnt interpretieren, etwa die Ouvertüre zu "Die Meistersinger" von Richard Wagner. Mehrfach zeigte sich auch, dass das Musikkorps über ausgezeichnete Solisten verfügt. Bei "Immer kleiner" von Adolf Schreiner, einer humoristischen Klarinetten-Fantasie, erwies sich Frank Gutewort nicht nur als Meister seines Instruments. Er nahm zudem nach und nach seine Klarinette auseinander, überreichte die einzelnen Teile den Damen in der ersten Reihe und blies zum Schluss nur noch auf dem Mundstück.

Mit Bigband-Sound richtig aus dem Vollen schöpfen konnten die in Kiel beheimateten Musiker bei einem Medley von Michael Bublé. Dabei riss Florian Einicke als Sänger die knapp 300 Zuhörer mit. Selbstverständlich wurden auch einige Märsche zu Gehör gebracht, zum Schluss "Gruß an Kiel". Langer Beifall war der Dank an die Marinemusiker. Diese traten ohne Gage auf, wie Lions-Präsident Nis Nissen hervorhob. Der Reinerlös des Konzertes komme der Jugendförderung zugute.

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