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Kreisstrasse 111 : Marode Straße nervt Kronsgaarder

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ausbau der K 111: Bürgermeister Hans-Walter Jens kritisiert die Blockadehaltung eines Anliegers.

Die Hinhalte-Taktik eines Anliegers der Kreisstraße 111, der die Abgabe von Land für den Ausbau immer wieder hinaus zögert, stößt bei den Bürgern der Gemeinde Kronsgaard – allen voran bei Bürgermeister Hans-Walter Jens – auf wachsenden Unmut. Er könne sich nicht des Eindruckes erwehren, dass „wir am Ring durch die Manege gezogen werden“, sagte Jens in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Bei der Planfeststellungsbehörde habe besagter Anlieger Klage eingereicht und Fristverlängerung beantragt – die sei ihm vom Gericht auch genehmigt worden, obwohl eine Klagebegründung fehle. So weit er erfahren habe, sei die Sache beim Gericht für Februar zur Wiedervorlage terminiert worden. „Wir müssen Druck machen“, fasste Jens seinen Groll zusammen, denn: Sicherheit muss Vorrang haben. Wenn nach Flickarbeiten nun auch eine Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern erlaubt sei, so habe sich am miserablen Zustand der Kreisstraße doch nichts geändert. „Wir wollen ein Eilverfahren“, fügte Jens hinzu, damit der „Dauerbrenner K111“ endlich vom Tisch komme. Geld für den Ausbau sei beim Land reserviert, eine weitere Verzögerung nicht länger hinnehmbar.

Wie der Bürgermeister weiter berichtete, sei das Ergebnis einer Kreisverkehrsschau entmutigend. Beantragt worden war für Düttebüll im Bereich der Abzweigung zum Feriendorf Golsmaas wegen der schlechten Sicht auf der Kreisstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h. Das wurde während der Kreisverkehrsschau mit dem Hinweis, dass in diesem Bereich höhere Geschwindigkeiten gar nicht gefahren werden könnten, abgelehnt. Da reagierte Gemeindevertreter Benedikt von Hobe sauer: „Das fahre ich denen vor.“ Immer wieder komme es zu Beinahe-Unfällen. Er habe keinerlei Verständnis dafür, „wie wir vom Kreis abgebügelt werden“. Fazit: Die Gemeinde bleibt am Ball.

Die Neufassung der Entschädigungssatzung sieht vor, dass der Bürgermeister ein Sonderkonto anlegt, auf das das Sitzungsgeld aller Gemeindevertreter eingezahlt wird. Von diesem Geld wird Jens die Verzehr-Kosten, die während der Sitzungen entstehen, begleichen.

Mit Blick auf das kommende Jahr fand der von Amtskämmerer Hauke Scharf vorgelegte Haushaltsplan allgemeine Zustimmung. Bei Erträgen von 418  .800 und Aufwendungen von 410.200 Euro wird ein Überschuss von 8600 Euro erwartet. Allerdings wird sich der, das steht schon jetzt fest, um die Hälfte reduzieren, weil bei der Entscheidung über die Zweitwohnungssteuer eine Reduzierung des Hebesatzes vereinbart wurde. Auf alle Fälle wird sich die finanzielle Situation bei unveränderten Hebesätzen für die Grundsteuer A und B von 260 und 310 Prozent für die Gewerbesteuer verbessern, denn für dieses Jahr steht noch ein Defizit von 12.000 Euro im Haushalt.

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