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Schlei-Bote

21. Oktober 2017 | 12:39 Uhr

Kappeln : Maritimes Flair für die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Teilnehmer der Marketing-Kampagne „Wir für Kappeln“ wollen Strandkörbe anschaffen und eine Smartphone-App voranbringen.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 07:15 Uhr

Der Arbeitskreis Marketing-Paket ist mehr als interessiert daran, mit eigenem Geld den Standort Kappeln voranzubringen. Das wurde während der knapp zweistündigen Versammlung am Mittwochabend überdeutlich. Inzwischen beteiligen sich 80 Firmen oder Vereine an dem Paket, jeder steckt nach seinen Möglichkeiten vierteljährlich eine Summe in den gemeinsamen Topf, derzeit kommen so im Jahr gut 25.000 Euro zusammen. Und dieses Geld will die Gruppe auch ausgeben und hat für das laufende Jahr einige konkrete sowie für die ferne Zukunft einige abstrakte Ideen entwickelt. Verwaltet wird das Geld über die Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK), und deren künftiger Geschäftsführer Max Triphaus hat mitteilen lassen, dass er an der Initiative des Marketing-Paketes in Abstimmung mit der örtlichen Wirtschaft grundsätzlich festhalten will.

Vor rund 25 Vertretern des Arbeitskreises erläuterte dessen Sprecher Lars Meyborg noch einmal das zugrunde liegende Bestreben der Gruppe. „Ziel ist es, die Marke Kappeln zu definieren“, sagte Meyborg. „Das kann durch Werbung, Aktionen und investive Maßnahmen passieren und zwar kurz-, mittel- und langfristig.“ WTK-Geschäftsführer Jürgen van Schöll legte das jährliche Budget der WTK mit 150.000 Euro offen und betonte dann: „Ihr Beitrag ist die Sahne auf dem Ganzen.“ 2015 bestand dieses Sahnehäubchen aus 27.000 Euro, über die die WTK zusätzlich verfügen konnte. Nach den Worten van Schölls wurden damit unter anderem die Heringstage (5500 Euro), das Open-Air-Kino (5200 Euro), die Weihnachtsaktionen (11.000 Euro) sowie die jüngste Frühlingsaktion (5500 Euro) unterstützt oder überhaupt realisiert.

Bevor es um künftige Inhalte ging, verlas Lars Meyborg ein Statement von Max Triphaus, der an diesem Abend nicht anwesend sein konnte. Triphaus wurde im Februar von der Gesellschafterversammlung der WTK mehrheitlich zum 1. Juli als neuer WTK-Geschäftsführer bestimmt. Parallel dazu bleibt er Geschäftsführer der Ostseefjord-Schlei GmbH. Meyborg wollte von Triphaus wissen, wie dieser in Zukunft mit den finanziellen Mitteln aus dem Marketing-Paket verfahren werde – und dessen Antwort war eindeutig: „Die Maßnahmen, die über das Marketing-Paket der Kappelner Wirtschaft umgesetzt werden, werden zwischen dem Stadtmanager und Vertretern der Wirtschaft abgestimmt. Beide Seiten bringen Ideen ein und einigen sich auf den Mitteleinsatz im Rahmen der strategischen Ziele. Eine Verwendung der Mittel gegen den Willen der Kappelner Wirtschaft wird es nicht geben.“ Zudem kündigte Triphaus an, unmittelbar nach Stellenantritt „lokale Akteure aus Kappeln“ zu Workshops einzuladen, um die künftige Ausrichtung des Stadtmarketings zu besprechen.

Mit Blick auf konkrete Themen, denen sich der Arbeitskreis widmen will, machte sich Uwe Horns dafür stark, „endlich Strandkörbe anzuschaffen“. „Das muss in Gang kommen“, sagte er. „Und es ist außerdem eine gute Werbung für einen Aufenthalt in der Stadt.“ 5000 Euro sollen aus dem Marketing-Paket zunächst dafür ausgegeben werden. Als fix gilt zudem der wiederholte Zuschuss zu den Heringstagen, eine Neuauflage des Open-Air-Kinos ist indes noch offen. Zudem schlug Meyborg vor, die Unterstützung der Weihnachtsaktionen ein wenig zu reduzieren, damit noch Mittel zurückbleiben, um das Projekt „Kappeln mobil“ anzuschieben. Dahinter verbirgt sich eine Smartphone-App, die Aspekte von Urlaub, Politik, Gesundheit, Wirtschaft vereinen soll und für die, dieser Wunsch wurde mehrfach geäußert, auch Wirtschaftskreis Pro Kappeln und Stadt etwas beisteuern sollen. Bürgermeister Heiko Traulsen, der später zur Versammlung hinzugestoßen und dem das Projekt bekannt war, betonte: „Ohne einer politischen Entscheidung vorgreifen zu wollen, werden wir natürlich gucken, welche Mittel wir dazugeben.“

In einer dreiköpfigen Arbeitsgruppe hatten zudem Lars Meyborg, Uwe Horns und Felicitas Benz weitere mögliche Ideen erarbeitet, deren Vorstellung Meyborg mit den Worten einleitete: „Es muss möglich sein, alles einfach mal durchzudenken.“ Horns präsentierte danach XXL-Windspiele, eine „Wasserstraße“ von der Schmiedestraße bis zum Hafen, Segeltuch über der Fußgängerzone, Spielschiff und Kletterpark für Kinder, Baumstämme als Sitzgelegenheiten. Helga Thurau zog am Ende ein Fazit, das den Abend gut zusammenfasste. „Ideen“, sagte sie, „haben wir ja genug“. Am Montag, 21. März, beginnt um 18.30 Uhr das nächste lose Treffen des Arbeitskreises im Hotel „Stadt Kappeln“.

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