Maasholms Junggesellen feiern

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26. Dezember 2014, 14:52 Uhr

Seit gestern feiert die seit 1757 bestehende Junge-Leute-Gilde in Maasholm. Dazu gehörte am zweiten Weihnachtstag der Tradition entsprechend der „Stimmabend“, am Montag, 29. Dezember, folgt die „Lustigkeit“ und schließlich am 1. Januar die „Richtigkeit“ – dahinter verbirgt sich der Kassensturz. Alle drei Ereignisse werden jeweils ab 10 Uhr mit dem üblichen „Flagg utstecken“ vor dem Gilde-Lokal angezeigt – so wie gestern.

Zwischen den Jahren sind Maasholms Junggesellen in ihrem Feier-Element. Weil sie sich der Tradition verpflichtet fühlen, ist es für sie Ehrensache, wenn sie 17 Jahre alt sind, ihre Wurzeln in der Schleigemeinde haben oder mindestens seit drei Jahren in Maasholm leben, sich der Junge-Leute-Gilde anzuschließen wie zum Beispiel der 29-jährige Sebastian Laß, dessen Vater und Großvater einst Gildebrüder waren. Wie sehr Junge-Leute-Gilde und Maasholm zusammen gehören, verdeutlichte am Rande der 74-jährige Peter Schunta. Der Gastronom war in jungen Jahren ebenfalls Gildebruder. In seine Fußstapfen trat später Sohn Marco. Dessen Sohn Luis erlebt als Zehnjähriger im Gildelokal Jahr für Jahr mit, was es heißt, dazu zu gehören. Aktuell zählt die Gilde 21 Aktive, an der Spitze steht Helge Hartmann als Erster Ältermann.

Am kommenden Montag wird zusammen mit den Damen der Gemeinde gefeiert. Da ist dann den Statuten entsprechend Reihentanz angesagt, wobei es an Zaungästen nicht fehlen wird. Dennoch bleiben die Gildebrüder und ihre Damen weitestgehend unter sich. Denn das „große Fest“, wie es alle fünf Jahre stattfindet und zu dem dann teilweise von weither auch die Ehemaligen angereist kommen, gibt es erst wieder 2017.

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