Arnis : Lösen Parkbuchten das Müllproblem?

Durch abgestellte Autos wird es für Müllfahrzeuge in der Langen Straße eng. Mögliche Parkbuchten dürfen aber die Linden nicht beeinträchtigen.
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Durch abgestellte Autos wird es für Müllfahrzeuge in der Langen Straße eng. Mögliche Parkbuchten dürfen aber die Linden nicht beeinträchtigen.

In der Langen Straße bereiten abgestellte Autos den Abfallfahrzeugen weiterhin Probleme. Zur Vernässung der Noorwiesen gibt es eine Einwohnerversammlung.

shz.de von
13. Juli 2015, 07:45 Uhr

Bislang keinen Schritt weitergekommen sind die Arnisser Stadtvertreter bei ihrem Bemühen, das leidige Problem der Müllentsorgung zu lösen. Anlässlich der jüngsten Sitzung herrschte eine gewisse Ratlosigkeit darüber, dass große Müllfahrzeuge nicht bis zum Wendeplatz im Nordbereich der Langen Straße durchkommen können, wenn dort Anwohner ihre Privatautos abgestellt haben. So bleibt weiterhin nur der Ausweg eines absoluten Parkverbots an den Abfuhrtagen. Und damit ist die ursprüngliche „Probezeit“ bis zum Tag X verlängert. „Die Bürger, die hier wohnen, sind mit dieser Regelung unzufrieden“, räumte Bürgermeister Bernd Kugler ein. Es kommt offenbar gelegentlich auch dazu, dass kleine Container ungeleert stehen bleiben, wenn es trotz allem zu eng wird. Die kommunale Arbeitsgruppe, die unter Mitwirkung des Bürgermeisters diesbezüglich schon Gespräche mit den Verantwortlichen der Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg GmbH (ASF) geführt hat, ist nicht schlauer geworden. Die Entscheidung, wie und wo die Abfuhr-Fahrzeuge verkehren und die Entsorgung der Tonnen gehandhabt wird, liege allein beim Fahrer, hieß es dazu in Schleswig.

Nach längerer Beratung beauftragten die Stadtvertreter den Vorsitzenden des Bauausschusses, Peter Ilgenstein, mit seinem Gremium nach einem alternativen Lösungsweg zu suchen. Das heißt: Geprüft wird, ob sich an den Engstellen tatsächlich Parkbuchten einpassen lassen, ohne dass die Linden Schaden nehmen. Dann geht es um Millimeterarbeit. Außerdem stellt sich die Frage, was ein derartiger Umbau kostet und wer das bezahlen soll.

Erfreuliches hingegen konnte die Kappelner Kämmerin Ute Sohrt über das finanzielle Jahresergebnis 2014 berichten. Eine sparsame Haushaltsführung und eine positive Entwicklung bei den Einnahmen bescherte der kleinen Schleistadt einen Überschuss von rund 20  500 Euro. Hinzu kommt ein Vermögenszuwachs von 3000 Euro, weil der berechnete Wert der historischen Offa-Quelle nachträglich auf der Habenseite vermerkt wurde. Die Kämmerin erklärte, in Arnis werde sich in den nächsten Jahren der positive Trend fortsetzen, „so dass wieder Spielraum für neue Investitionen besteht.“

Dass Deutschlands kleinste Stadt sich für die Zukunft rüsten will, ist jetzt beschlossene Sache. Aus diesem Grund beauftragten die Mandatsträger in einem einmütigen Votum eine Itzehoer Planungsgruppe mit der Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts – Kostenpunkt: rund 9500 Euro. Die Idee, die westlich des Großparkplatzes liegenden Noorwiesen zu vernässen und damit eine Art Arnisser Lagune zu schaffen, hat Befürworter wie Kritiker gefunden. Die einen sprechen von mehr Attraktivität, die anderen sorgen sich um etwaige Überschwemmungen ihrer Grundstücke.

Bürgermeister Kugler sagte dazu, ein Vertreter der Landesplanung werde auf einer Einwohnerversammlung zu dem „nassen Plan“ Stellung nehmen. Diese Einwohnerversammlung wird am 16. Juli um 19.30 Uhr in der ehemaligen Dänischen Schule abgehalten. Die Stadtvertretung wird laut Kugler bei ihrer Entscheidung pro oder contra dem Willen der Mehrheit der Bürger entsprechen.

Künftig soll im Arnisser Rathaus für Heiratswillige die Möglichkeit zum Ja-Wort geschaffen werden. In einem Vorraum des Sitzungssaals wird ein Trauzimmer eingerichtet. Die Standesbeamten kommen dann aus Kappeln in diese „Außenstelle“. Für 2500 Euro aus Haushaltsmitteln soll das Trauzimmer recht stilvoll ausgestattet werden.

Mit einem geringen Anteil von 112 Euro beteiligt sich die Stadt an der Finanzierung eines Vorhabens der Angelner Dampfeisenbahn. Es geht dabei um den Umbau einer Weiche in Scheggerott.

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